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Bremer Parteien vor Sondierung: Jamaika oder Rot-Rot-Grün?

28.05.2019 - Die Parteien im kleinsten Bundesland prüfen nach der Wahl rasch die Chancen für neue Regierungsbündnisse. Die entscheidende Rolle spielen dabei die Grünen.

  • Maike Schaefer, Spitzenkandidatin der Grünen bei der Bürgerschaftswahl in Bremen, spricht bei einem Interview. Foto: Carmen Jaspersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Maike Schaefer, Spitzenkandidatin der Grünen bei der Bürgerschaftswahl in Bremen, spricht bei einem Interview. Foto: Carmen Jaspersen © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bremen (dpa/lni) - Nach der Landtagswahl in Bremen mit herben Verlusten für die SPD wollen die Parteien mit Sondierungsgesprächen die Möglichkeiten einer Regierungsbildung ausloten. Dabei stehen zwei ideologisch höchst unterschiedliche Bündnisse zur Diskussion.

Die CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Carsten Meyer-Heder strebt ein Jamaika-Bündnis an. Sie trifft sich am Mittwoch zuerst mit den Grünen und am Freitag mit der FDP. Die Union ist erstmals in Bremen stärkste Kraft. In der Verkehrs- und Umweltpolitik hätten CDU und Grüne ähnliche Ideen, sagte Meyer-Heder. «Ich glaube, auf einer rein menschlichen Ebene funktioniert das sehr gut mit den Grünen.»

Die SPD strebt dagegen ein rot-rot-grünes Bündnis an. Sie kündigte nach einer Landesvorstandssitzung ebenfalls Gespräche mit den Grünen für Donnerstag an. Mit den Linken sei ein Gespräch am Freitag geplant, sagte SPD-Chefin Sascha Karolin Aulepp am Montagabend.

Damit kommt die entscheidende Rolle den Grünen zu. Bei einer Sitzung des Landesvorstands habe es aber noch keine Tendenz für eine Koalition gegeben, sagte die Fraktionschefin und Spitzenkandidatin Maike Schaefer. Auch aus der Bundespolitik gebe es keine Vorgaben. «Die Berliner Empfehlung war: Macht das, wo am meisten Grün drin ist!», sagte sie.

Nötig sei ein Bündnis, das ein «Signal des Aufbruchs» gebe. Bislang hat in Bremen Rot-Grün regiert. Die SPD müsse sich nach ihren Verlusten ändern, wenn die Zusammenarbeit weitergehen solle, sagte Schaefer. Sie könne nicht mehr so viele Ressorts beanspruchen.

Nach der letzten Hochrechnung des Landeswahlleiters vom Montag kommt die CDU auf 26,2 Prozent und die SPD auf 25,1 Prozent. Die Grünen erreichen 17,6, die Linke 11,1 Prozent. Die FDP kommt auf 5,9 und die AfD auf 6,4 Prozent. Wegen des komplexen Bremer Wahlrechts wird das vorläufige amtliche Endergebnis erst am Mittwoch vorliegen.

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