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Bremer Politik sorgt sich um Stahlwerk

18.10.2019 - Bremen (dpa/lni) - Die Bremer Landespolitik schaltet sich in die Probleme beim örtlichen Stahlwerk von Arcelor-Mittal ein. Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) sprach mit Arbeitsdirektor Jens Loock über die Lage. Das Unternehmen hat ab Januar Kurzarbeit für etwa ein Drittel der 3500 Mitarbeiter angekündigt. Ziel sei es, möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und den Auszubildenden eine Perspektive zu geben, sagte ein Sprecher der Senatorin am Freitag.

  • Das Stahlwerk von Arcelor-Mittal in Bremen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Stahlwerk von Arcelor-Mittal in Bremen. Foto: Carmen Jaspersen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Auch der CDU-Abgeordnete und ehemalige Bürgermeisterkandidat Carsten Meyer-Heder forderte politische Unterstützung für das Werk. Die Arbeitsplätze im Bremer Stahlwerk gelte es ebenso zu erhalten wie die industriellen Kompetenzen in der Stahlfertigung, sagte er.

Die Stahlindustrie in Europa leidet unter dem Zollstreit mit den USA und unter Billigimporten, vor allem aus China. Arcelor-Mittal als größter Stahlproduzent der Welt drosselt deshalb die Produktion und hat für viele Standorte einschneidende Maßnahmen angekündigt.

Die Bundesregierung solle sich in der EU dafür einsetzen, dass auf Billigstahlimporte eine CO2-Abgabe erhoben wird, sagte Vogt. Darauf dränge eine Allianz aus elf Bundesländer mit Stahlstandorten. In Bremen selber will die neue rot-grün-rote Regierungskoalition das Werk beim Umsteuern auf klimafreundliche Stahlproduktion unterstützen. So soll seine Zukunft gesichert werden.

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