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Bremerhavener Museumsschiff «Seute Deern» wird abgewrackt

23.10.2019 - Die Entscheidung ist gefallen: Das maritime Wahrzeichen Bremerhavens, die marode und im August gesunkene «Seute Deern», wird abgewrackt. In diesem Jahr feierte der Dreimaster seinen 100. Geburtstag. Es war sein letzter.

  • Traditionssegler «Seute Deern» am zweiten Tag der Bergung. Foto: dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Traditionssegler «Seute Deern» am zweiten Tag der Bergung. Foto: dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bremerhaven (dpa/lni) - Das marode Bremerhavener Museumsschiff «Seute Deern» ist nicht mehr zu retten: Nach dem Willen des Stiftungsrats des Deutschen Schifffahrtsmuseums soll es abgewrackt werden. Die Hafengesellschaft bremenports werde beauftragt, ein Konzept für den Rückbau zu erstellen, sagte ein Museumssprecher am Mittwoch nach einer Sondersitzung des Aufsichtsgremiums. Ein Gutachten hatte dem Schiff zuletzt einen «konstruktiven Totalschaden» bescheinigt, nachdem es Ende August auf den Grund des Museumshafens gesunken war. Eine Sanierung wäre einem Neubau gleichgekommen.

Museumsdirektorin Sunhild Kleingärtner kündigte an, vor dem Abwracken wichtige Objekte wie die Galionsfigur oder das Steuerrad von Bord zu sichern. «So bleibt wenigstens ein Teil der Bark erhalten», betonte sie. Die große Anteilnahme am Schicksal des Schiffes zeige, dass die «Seute Deern» einen besonderen Platz in den Herzen vieler Bremerhavener behalten werde.

Der 1919 in den USA gebaute Dreimaster, der auch als Restaurant genutzt wurde, liegt seit 1966 im Hafenbecken von Bremerhaven. Das als Wahrzeichen geltende Schiff wurde nach der Havarie im Spätsommer zwar gehoben. Der unter Denkmalschutz stehende Segler schwimmt seitdem aber nur mit Hilfe leistungsstarker Pumpen, jeden Tag werden 4800 Kubikmeter aus dem Schiff geholt.

Das Schiff war auch schon vor der Havarie ein Sorgenkind: Der Bund, das Bundesland Bremen und die Stadt Bremerhaven hatten für eine Sanierung mehr als 30 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Der Holzrumpf war von Anbeginn anfällig für Fäulnis, Wurmfraß und Muschelbefall, durch Spalten drang ständig Wasser ein. Im Februar hatte auch noch ein Feuer den Holzsegler schwer beschädigt.

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