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Briefwahlanträge zur Europawahl deutlich gestiegen

21.05.2019 - Ein Trend bestätigt sich auch zu dieser Europawahl: Die Zahl der Briefwähler nimmt zu - die Zahl der Anträge liegt teilweise bereits jetzt über der Zahl der Briefwähler vor fünf Jahren. Rückschlüsse zur Wahlbeteiligung wären aber verfrüht.

  • Eine Frau kreuzt einen Wahlzettel für die Briefwahl zum europäischen Parlament an. Foto: Sebastian Gollnow © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Frau kreuzt einen Wahlzettel für die Briefwahl zum europäischen Parlament an. Foto: Sebastian Gollnow © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hannover/Bremen (dpa/lni) - Wenige Tage vor der Europawahl am 26. Mai verzeichnen viele Kommunen eine deutlich gestiegene Zahl von Briefwahlanträgen im Vergleich zur Wahl 2014.

In Osnabrück seien bis Montagmittag 15 374 Wahlscheine ausgegeben worden, sagte der Osnabrücker Wahlbüroleiter Uwe Schmidt. Bei der vorangegangenen Europawahl 2014 hatten 11 182 Wähler per Brief gewählt - 2009 waren es 7574. «Seit 2009 hat sich also der Anteil der Briefwähler verdoppelt.» Rund 123 600 Wähler sind in Osnabrück zur Europawahl berechtigt.

In der Landeshauptstadt Hannover wurden bislang rund 49 000 Briefwahlunterlagen ausgegeben, sagte Stadtsprecher Dennis Dix. Auch hier liegt damit die Zahl bereits höher als die Briefwahlbeteiligung vor fünf Jahren. «Das waren zwischen 37 000 und 38 000», sagte Dix. Insgesamt gibt es in der Landeshauptstadt 373 000 Wahlberechtigte zur Europawahl.

Auch im Bundesland Bremen, wo am Sonntag parallel die Bürgerschaft (Landtag) gewählt wird, zeichnet sich eine stärkere Nutzung der Briefwahloption ab. Allein in der Stadt Bremen wurden bis Montag 72 702 Briefwahlscheine für die Europawahl erstellt. Gemessen an den 390 000 Wahlberechtigten für die EU-Wahl waren das rund 18,6 Prozent. In Bremerhaven gingen nach Behördenangaben 7368 Briefwahlanträge ein. Schon jetzt übertreffe dies die Zahl der Briefwähler der Europawahl 2014.

In Braunschweig liegt die Zahl der Briefwahlanträge wenige Tage vor der Wahl ebenfalls höher als die Zahl der Briefwähler vor fünf Jahren: Derzeit sind nach Angaben der Stadt 30 486 Anträge eingegangen, 2014 waren es am Dienstag vor der Wahl 23 000 Briefwähler. Die Zahl der Wahlberechtigten liegt in der zweitgrößten Stadt Niedersachsens bei 190 451.

In Oldenburg wurden bis Montag 15 840 Briefwahlanträge abgegeben, vor fünf Jahren gab es 10 281 Briefwähler. Insgesamt sind dort 129 809 Menschen berechtigt, an der EU-Wahl teilzunehmen. «Das zeigt auf jeden Fall, dass das Interesse an der Europawahl sehr groß ist», sagte Stadtsprecher Stephan Onnen. Allerdings habe sich der Trend zu einer stärkeren Nutzung der Briefwahl auch schon bei anderen Wahlen in jüngerer Vergangenheit gezeigt.

In Wolfsburg haben bis vergangenen Donnerstag 9789 Menschen Briefwahlunterlagen beantragt, 3249 Anträge mehr als im Vergleichszeitraum zur Europawahl 2014, als 6540 Anträge ausgegeben wurden, sagte eine Stadtsprecherin. Insgesamt sind in Wolfsburg 89 251 Menschen wahlberechtigt.

Wahlberechtigt für die Europa-Wahl sind in Lüneburg 57 890 Menschen, bislang sind im Wahlbüro im Lüneburger Rathaus rund 7000 Anträge auf Briefwahl eingegangen, sagte eine Sprecherin. 2014 wurden rund 6500 Briefwahlunterlagen ausgestellt, rund 6300 sind dann eingegangen.

In Göttingen gibt es 88 626 Wahlberechtigte. Bis zum Montagmittag hatte die Stadt nach Angaben eines Verwaltungssprechers 11 905 Wahlscheine ausgestellt. Das entspricht einer möglichen Briefwahlbeteiligung von 13,4 Prozent.

In Salzgitter hatten sich bis Montagmittag 5769 Briefwähler gemeldet, was auch das Endergebnis der Europawahl 2014 übertreffe, so Stadtsprecher Holger Posselt.

Allerdings lassen sich nach Angaben der Städte aus der hohen Zahl der Briefwahlanträge keine Rückschlüsse auf die tatsächliche Wahlbeteiligung ziehen - dafür muss die Wahl selbst abgewartet werden.

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