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Bündnis bekämpft Reformpläne für den Rettungsdienst

18.02.2020 - Hannover (dpa/lni) - Die Reformpläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn für die Patientenversorgung in Notfällen gefährden nach Einschätzung von Kritikern den Rettungsdienst. Der CDU-Politiker greife «den einzig Gesunden im Gesundheitswesen, den Rettungsdienst», an, kritisierte der Hauptgeschäftsführer des Niedersächsischen Landkreistages, Hubert Meyer, am Dienstag. Die Pläne entzögen dem System in Niedersachsen jährlich 302 Millionen Euro, bundesweit seien es rund 3 Milliarden Euro. Die Kosten würden den Ländern aufgebürdet. Niedersachsens Landesregierung lehne den Entwurf ab, betonte Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD).

  • Carola Reimann (SPD), Gesundheitsministerin von Niedersachsen, spricht im Landtag in Hannover. Foto: David Hutzler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Carola Reimann (SPD), Gesundheitsministerin von Niedersachsen, spricht im Landtag in Hannover. Foto: David Hutzler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Spahn will zur Entlastung überfüllter Rettungsstellen in vielen Kliniken eine bessere Steuerung von Patienten bei Notfällen erreichen. Vorgesehen ist ein gemeinsames telefonisches Leitsystem, dafür sollen die Rettungsleitstellen mit der Notrufnummer 112 und der ärztliche Bereitschaftsdienst mit der Nummer 116 117 zusammenarbeiten, wie aus einem Gesetzentwurf hervorgeht. Darüber hinaus soll es für Notfallpatienten sogenannte Integrierte Notfallzentren an bestimmten Kliniken geben.

In Niedersachsen hatte sich im September 2019 auf Initiative des Landkreistages das Bündnis «Rettet die 112 und den Rettungsdienst!» gegründet. Mitglieder sind unter anderem niedersächsische Landkreise, die Region Hannover und Hilfsorganisationen wie das Rote Kreuz, die Johanniter-Unfallhilfe, der Arbeiter-Samariter-Bund und der Malteser-Hilfsdienst.

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