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Bundespolizei fährt Großeinsatz gegen kriminelle Schleuser

13.11.2019 - Ein ganzes Netzwerk von Schleusern soll Arbeitskräfte nach Deutschland gebracht und über mehrere Bundesländer verteilt haben. Um die Behörden zu täuschen, nutzten die Täter einen Trick.

  • Das Wappen der Bundespolizei auf einer Dienstjacke. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Wappen der Bundespolizei auf einer Dienstjacke. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Osnabrück/Bremen (dpa) - 510 Bundespolizisten haben am Mittwoch zahlreiche Wohnungen und Gewerbeobjekte in sechs Bundesländern durchsucht. Die Aktion im Auftrag der Staatsanwaltschaft Osnabrück richtete sich gegen eine Tätergruppe, die gewerbsmäßig Ausländer einschleusen soll. Außerdem gehe es um Falschbeurkundung und die illegale Überlassung von Arbeitnehmern, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Hannover. Die Durchsuchungen betrafen die Länder Niedersachsen, Bremen, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg und Rheinland-Pfalz. Ein per Haftbefehl gesuchter Verdächtiger wurde im Landkreis Osnabrück festgenommen,

Die Beschuldigten sollen vor allem ukrainische Staatsangehörige im Ausland angeworben und nach Deutschland geschleust haben. Dort wurden sie zur illegalen Beschäftigung vermittelt. Die Einreise und der Aufenthalt wurden touristisch begründet, um einen sonst erforderlichen Aufenthaltstitel zu umgehen.

Die ukrainischen Arbeitskräfte nutzten den Angaben zufolge gefälschte EU-Ausweisdokumente zur Anmeldung bei Behörden und Sozial- und Rentenversicherungsträgern. Die Beschuldigten hätten die Arbeitskräfte dabei unterstützt, sie über eine eigene Agentur an verschiedene Firmen vermittelt und auch Unterkünfte im Umkreis der Arbeitsstätten angeboten.

Die Verdächtigen wurden erkennungsdienstlich behandelt. Als Beweismittel beschlagnahmten die Beamten Datenträger wie Laptops und Mobiltelefone, Dokumente, Bargeld und mehrere Waffen. Die Ermittlungen dauern an.

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