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Bundespräsident telefoniert mit Bremer Altenheim

12.05.2020 - Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Arbeit von Ärzten, Krankenschwestern und Pflegerinnen in der Corona-Krise als «gelebte Solidarität» gewürdigt. Dabei bezog er ausdrücklich diejenigen mit ein, die schwer kranke Angehörige zuhause pflegen. «Sie gehen dabei oft bis an die eigenen Grenzen und darüber hinaus», sagte Steinmeier in einer am Dienstag veröffentlichten Videobotschaft.

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier telefoniert mit dem Stadtteilhaus Kattenesch der Bremer Heimstiftung. Foto: -/Bundespresseamt-Pool/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier telefoniert mit dem Stadtteilhaus Kattenesch der Bremer Heimstiftung. Foto: -/Bundespresseamt-Pool/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Bundespräsident hatte zuvor mit einer Bewohnerin und einer Pflegerin im Stadtteilhaus Kattenesch in Bremen telefoniert - eigentlich wollte er der Einrichtung im März einen Besuch abstatten, dazu kam es wegen des Ausbruchs der Corona-Pandemie dann aber nicht.

Zugleich sprach Steinmeier den seit Wochen von ihren Angehörigen isolierten Menschen in Pflegeheimen Mut zu: «Für die, die auf Hilfe angewiesen sind, die unter Einsamkeit gelitten haben in den letzten Wochen, gibt es Hoffnung: Besuche in den Heimen sind bald wieder möglich.»

Diese und manche andere Lockerung sei gemeinsam erreicht worden, «weil die große Mehrheit der Menschen in unserem Land sich an die bisher geltenden strengen Regeln gehalten hat», sagte Steinmeier und appellierte: «Handeln wir weiterhin verantwortungsvoll und umsichtig!»

Diejenigen, die in Heimen und zuhause alte Menschen pflegen, «leisten Enormes für unser Land», sagte Steinmeier. «Sie leben vor, was Solidarität heißt. Dafür danke ich Ihnen aus tiefstem Herzen! Und ich würde mir wünschen, dass wir alle uns auch nach der Krise daran erinnern, was Sie für diese Gesellschaft tun.» Zugleich betonte der Bundespräsident, ältere Menschen seien nicht im Abseits, «sondern in unserer Mitte, im Herz unserer Gesellschaft». Niemand sei ersetzbar oder verzichtbar. «Die Aufmerksamkeit und der Schutz der Älteren unter uns entscheiden über die Menschlichkeit unseres ganzen Landes.»

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