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CDU und Grüne rüsten sich für Stichwahl in Hannover

28.10.2019 - Die SPD ist raus im Rennen um das OB-Amt in Hannover - und das nach mehr als sieben Jahrzehnten, in denen die Landeshauptstadt einen sozialdemokratischen Oberbürgermeister hatte. Für die Stichwahl mobilisieren CDU und Grüne nicht nur den eigenen Anhang.

  • Erleuchtete Fenster im Neuen Rathaus in Hannover. Foto: Sina Schuldt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Erleuchtete Fenster im Neuen Rathaus in Hannover. Foto: Sina Schuldt/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hannover (dpa/lni) - Nach dem historischen Scheitern der SPD bei der Oberbürgermeisterwahl in Hannover rüsten CDU und Grüne sich für die Stichwahl in zwei Wochen. Mit Spannung wird erwartet, ob die SPD eine Wahlempfehlung an ihre Anhänger für die Entscheidung am 10. November aussprechen wird. Eine solche Empfehlung könnte großen Einfluss auf den zweiten Wahldurchgang haben. Am Montag (17.30 Uhr) wolle darüber der Vorstand des SPD-Stadtverbands beraten und eine Entscheidung treffen, sagte ein Parteisprecher in Hannover.

Im ersten Wahlgang war Sozialdemokrat Marc Hansmann am Sonntag mit 23,5 Prozent der Stimmen gescheitert. Grünen-Kandidat Belit Onay und CDU-Bewerber Eckhard Scholz hatten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen geliefert und am Ende beide 32,2 Prozent erreicht. Onay lag mit 49 Stimmen sogar knapp vorne. Die Wahlbeteiligung lag bei 46,5 Prozent.

«Ich glaube, Hannover braucht einen Aufbruch, dafür will ich werben», sagte Scholz nach der Wahl. «Ich will als Persönlichkeit werben, mit Führungserfahrung.» Der parteilose CDU-Kandidat ist vielen in Hannover als Ex-Chef des VW-Nutzfahrzeugewerks bekannt. Nun geht es insbesondere darum, bei der SPD-Wählerschaft zu punkten. «Ich möchte auch für die Sozialdemokraten ein Angebot sein und da auch Brücken bauen», kündigte Scholz (56) an. «Wir freuen uns auf die nächsten zwei Wochen.»

Dampf machen will auch der Grünen-Landtagsabgeordnete Onay (38). «Auf jeden Fall müssen wir zulegen», meinte er. «Wir müssen diese Stadt zusammenführen.» Ihm gehe es darum, einen Aufbruch zu gestalten, von dem alle Menschen profitierten. «Wir haben glaube ich eine sehr gute Chance, das hat sich gezeigt heute», sagte Onay.

«Ich bin jetzt wieder Privatperson», fasste der gescheiterte SPD-Kandidat Hansmann (49) das Wahlergebnis zusammen. Als ehemaliger Stadtkämmerer hat er zwar die größte Rathauserfahrung. Der schlechte Bundestrend und die Rathausaffäre um Ex-Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) hätten ihn Stimmen gekostet, so die überwiegende Einschätzung auf Seiten der SPD. «Marc Hansmann hat einen harten, tollen Wahlkampf geführt», lobte ihn Ministerpräsident Stephan Weil, der vor seinem Wechsel in die Staatskanzlei selbst hannoverscher Oberbürgermeister war.

Der künftige Rathauschef wird zügig nach seiner Wahl in zwei Wochen sein Amt antreten, da es nach dem Rücktritt von Schostok bisher nur es eine Vertretungsregelung gibt. Während der auf sieben Jahre angelegten Amtszeit wird der Gewinner der Stichwahl auf jeden Fall nicht über eine Mehrheit im Rat der Stadt verfügen: Dort hat die SPD 20 Sitze, die CDU 16 und die Grünen haben 10 Sitze.

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