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Campen ohne Campingplatz: Landwirte machen's möglich

27.08.2019 - Eine Nacht auf dem Bauernhof und dann weiter zum nächsten Weingut. Diese Abwechslung soll das Konzept «Landvergnügen» Campern auf der Durchreise bieten. Die Idee aus Frankreich überzeugt auch Bauern aus Niedersachsen.

  • Landwirt Hinnerk Bode-Kirchhoff steht neben einem Campingbulli und hält eine Vignette. Foto: Julian Stratenschulte © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Landwirt Hinnerk Bode-Kirchhoff steht neben einem Campingbulli und hält eine Vignette. Foto: Julian Stratenschulte © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Meinersen (dpa/lni) - Viele Menschen verbinden Urlaub mit Natur. Mit Stellplätzen auf dem Hof und im Feld wollen Landwirte Kurzurlaubern diesen Wunsch erfüllen. Allein aus Niedersachsen listet der Reiseführer «Landvergnügen» nach eigenen Angaben in diesem Jahr 85 Anbieter auf. Das Angebot: Übernachtungen weit weg von vollen Campingplätzen.

«Das ist unkompliziert und ermöglicht Urlaub in familiärer Atmosphäre», sagt Landwirt Hinnerk Bode-Kirchhoff aus Meinersen im Kreis Gifhorn. Er sei im vergangenen Jahr auf der Grünen Woche in Berlin auf die Idee aufmerksam geworden und macht seitdem mit. Bei ihm können Gäste entweder im Maislabyrinth oder auf Stellplätzen unter Eichen übernachten. «Oft haben wir tolle Gespräche mit den Gästen», berichtet der Bauer. Camper aus Irland und Schweden hätten in der kurzen Zeit schon bei ihm gestanden.

Dahinter steckt ein einfaches Konzept: Landwirtschaftliche Betriebe wie Obstbauern und Winzer laden auf ihren Hof ein. Mit dem Kauf des Stellplatzführers «Landvergnügen» erhalten Reisende eine Vignette, mit der sie bei den angemeldeten Gastgebern eine Nacht kostenfrei übernachten können. «Als Gegenleistung freuen sich die Höfe über einen Einkauf im Hofladen», erläutert Landvergnügen-Geschäftsführer Ole Schnack aus Berlin. Das Angebot ist auf eine Nacht und höchstens drei Stellplätze pro Hof beschränkt.

Sein Team habe das Einladungskonzept «France Passion» vor sechs Jahren nach Deutschland geholt, sagt Schnack. Die Franzosen hätten diese Art des Reisens vor 27 Jahren erfunden. Mittlerweile wurde die Idee in mehreren Ländern Europas eingeführt. «Das funktioniert und boomt, weil die Camper nach Alternativen suchen», meint Bauer Bode-Kirchhoff.

«Die Bauernhöfe bieten eine Abwechslung zu den üblichen Campingplätzen und kommen dem Trend nach individuellen Urlaubserlebnissen entgegen», sagt Sabine Arndt von der Arbeitsgemeinschaft Urlaub und Freizeit auf dem Lande. Ihre Erfahrung sei auch, dass viele Kurzurlauber dafür gar nicht weit fahren. «Die meisten Gäste, die Urlaub auf dem Bauernhof in Niedersachsen buchen, kommen aus Niedersachsen oder den angrenzenden Bundesländern».

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