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Chemiebranche vor schwieriger Tarifrunde

19.09.2019 - Gelsenkirchen (dpa) - Die Chemie- und Pharmaindustrie in Deutschland steht vor harten Tarifverhandlungen. Die Gewerkschaft IG BCE will in den am 30. September beginnenden Gesprächen eine «spürbare und reale Erhöhung» der Entgelte sowie ein persönliches Zukunftskonto in Höhe von jährlich 1000 Euro für jeden der 580 000 Beschäftigten durchsetzen. Die Arbeitgeber wiesen das am Donnerstag von der Bundestarifkommission der Gewerkschaft in Gelsenkirchen beschlossene Forderungspaket zurück.

  • Die beiden Tarifverhandlungsführer, Georg Müller (l.), Vorstandsmitglied des BAVC (Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.), und Ralf Sikorski, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE. Foto:...

    Die beiden Tarifverhandlungsführer, Georg Müller (l.), Vorstandsmitglied des BAVC (Bundesarbeitgeberverband Chemie e.V.), und Ralf Sikorski, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IG BCE. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Geld auf dem geforderten Zukunftskonto soll nach dem Willen der Gewerkschaft in zusätzliche freie Tage umgewandelt oder für eine längere Auszeit vom Job angespart werden können. Auch die direkte Auszahlung soll möglich sein. Ein weiteres Element der Forderungen ist die Einrichtung einer tariflichen Pflegezusatzversicherung, die von den Arbeitgebern finanziert werden und die Finanzierungslücke bei gesetzlichen Vorsorge schließen soll.

«Die Industrie steckt mitten in der Rezession - aber die IG BCE fordert munter weiter, als sei nichts passiert», sagte der Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Georg Müller. «Wenn die Branche schrumpft, können die Löhne nicht steigen.» Dagegen betonte der Verhandlungsführer der Gewerkschaft, Ralf Sikorski: «Die Arbeitgeber sollten aus einem leichten Abschwung keine Krise machen.» Die Forderungen seien auch in der aktuellen wirtschaftlichen Lage finanzier- und umsetzbar.

Nach dem Start der Verhandlung am 30. September in den regionalen Tarifbezirken sollen die Gespräche vom 21. Oktober an auf Bundesebene geführt werden.

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