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Conti-Chef: Kündigungen nicht ausgeschlossen

10.09.2019 - Frankfurt (dpa) - Continental wird wegen der schwachen Autokonjunktur und nachlassenden Nachfrage nach Verbrenner-Technologie mittelfristig wohl nicht um betriebsbedingte Kündigungen herumkommen. Einen solchen Schritt könnte man «als letztes Mittel nicht ausschließen», sagte Vorstandschef Elmar Degenhart am Dienstag am Rande der Automesse IAA in Frankfurt. Eine genaue «Zielzahl» zu möglicherweise betroffenen Werken oder Mitarbeitern könne man derzeit aber nicht nennen. Außerdem spiele die weitere konjunktureller Entwicklung eine wichtige Rolle. Priorität habe eine verantwortungsvolle Planung, so Degenhart: «Wir werden alle Hebel ziehen, um unsere Belegschaft zu schützen.»

  • Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender des Automobilzulieferers Continental. Foto:Thomas Frey/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Elmar Degenhart, Vorstandsvorsitzender des Automobilzulieferers Continental. Foto:Thomas Frey/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Konzern aus Hannover strebt einen Teilbörsengang oder - als «Plan B» (Degenhart) - eventuell auch eine komplette Auslagerung seiner Antriebssparte an. Sie soll dann Vitesco heißen. Die klassische Technologie für Verbrenner habe es immer schwerer, während Komponenten etwa für die E-Mobilität an Bedeutung gewönnen. Daher versuche man, mehr Kollegen in die Richtung weiter zu qualifizieren.

«Für Vitesco sehen wir den Bereich Elektrifizierung als Chance», sagte der Conti-Chef. Der Schwerpunkt liege zunehmend auf Elektronik, Sensorik und Software, immer weniger auf Mechanik und Hydraulik. Man habe die Möglichkeit, mehr an Produktwert zu verkaufen als auf der Verbrennerseite. Voraussetzung für einen erfolgreichen Teilbörsengang sei ein positives wirtschaftliches Umfeld 2020, betonte Degenhart. «Vitesco unter Wert zu verkaufen, würde keinen Sinn machen.»

Continental werde die Verselbstständigung von Vitesco weiter vorantreiben, kündigte Degenhart an: «Wir wollen zudem bis Ende des Jahres Klarheit haben, wie unser Produktivitäts-Verbesserungsprogramm aussehen wird - auch im Interesse unserer Mitarbeiter.» Klar sei jedoch: «Wenn Wettbewerbsprobleme existieren, werden wir mit Segmenten oder Standorten konsequenter umgehen als in den letzten Jahren, als wir es uns vielleicht leisten konnten, den einen oder anderen mit durchzufüttern.»

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