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Corona-Folgen: Arbeitslosigkeit nochmals gewachsen

01.09.2020 - Ökonomen erwarten, dass die Viruskrise in diesem Jahr zu einem heftigen Wirtschaftseinbruch führt. Der Arbeitsmarkt ist bereits schwer gezeichnet - aber es gibt auch wieder einige positive Signale.

  • Das Logo der der Bundesagentur für Arbeit vor blauem Himmel. Foto: Ole Spata/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Logo der der Bundesagentur für Arbeit vor blauem Himmel. Foto: Ole Spata/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Zahl der Arbeitslosen hat im August erneut zugenommen. In Niedersachsen waren zuletzt 276 410 Menschen ohne Job registriert, das waren noch einmal 2,5 Prozent mehr als im Vormonat. Wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA) am Dienstag in Hannover mitteilte, zeigt sich verglichen mit dem August 2019 inzwischen ein weitaus drastischerer Anstieg um beinahe ein Viertel (23,4 Prozent). Für das Bundesland Bremen erfasste die BA insgesamt 44 157 Arbeitslose, ein Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem Juli und 18,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Ein Hauptgrund der Entwicklung sind die Folgen der Corona-Pandemie - die starken Umsatzrückgänge in der Krise zwangen viele Unternehmen zu Entlassungen. Hinzu kommt, dass im Sommer vor allem junge Leute nach dem Ende des Schul- oder Ausbildungsjahres nach einer Stelle suchen. Bei den unter 25-Jährigen fielen die niedersächsischen Zahlen entsprechend schlechter aus: Hier wuchs die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Juli um 11,7 und zum August 2019 um 28,8 Prozent. In Bremen waren es sogar 12,6 beziehungsweise 31,9 Prozent.

Die Arbeitslosenquote stieg in Niedersachsen um 0,1 Punkte auf 6,3 Prozent. Weitere 780 Firmen meldeten im abgelaufenen Monat Kurzarbeit an. Diese könnte für bis zu 14 816 Beschäftigte gelten - wie viele die Unterstützung konkret in Anspruch nehmen, lässt sich erst später sagen. Das Anschwellen der Kurzarbeit, deren maximale Bezugsdauer jüngst verlängert wurde, war jedoch nicht mehr so stark wie zu Beginn der Krise. «Nach ersten Hochrechnungen ist die Inanspruchnahme wieder rückläufig», hieß es. In Bremen und Bremerhaven legte die Arbeitslosenquote von 11,8 auf 12,0 Prozent zu. Hier zeigten zusätzliche 100 Betriebe Kurzarbeit für bis zu 2032 Menschen an.

Ein positiver Trend ist laut BA, dass etliche Betriebe trotz der Pandemie wieder stärker auf der Suche nach neuen Mitarbeitern sind. «Der Arbeitsmarkt stabilisiert sich nach dem Corona-Schock», sagte Regionalgeschäftsführer Dirk Strangfeld. «Im August meldeten die Unternehmen knapp 14 000 freie Stellen.» Vor allem im Gastgewerbe, im Sozialbereich und in der Zeitarbeit gebe es neue Chancen.

Das gelte auch für Teile des Ausbildungsmarktes, wo im August in Niedersachsen noch 14 517 und in Bremen 1097 Plätze unbesetzt waren. Vorsichtige Zuversicht dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Gesamtlage äußerst angespannt bleibe. Der Arbeitsmarkt habe sich noch lange nicht von den Corona-Auswirkungen erholt, so Strangfeld.

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