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Corona-Krise kommt Talanx teuer zu stehen

07.05.2020 - Hohe Schäden und die Marktturbulenzen durch die Corona-Pandemie haben beim Versicherungskonzern Talanx im ersten Quartal teuer zu Buche geschlagen. Insgesamt fielen die Großschäden mit 435 Millionen Euro gut dreimal so hoch aus wie ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen mit Marken wie HDI und Neue Leben am Donnerstag in Hannover mitteilte.

  • Das Firmenschild der Versicherungsgruppe Talanx ist vor dem Firmensitz zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Firmenschild der Versicherungsgruppe Talanx ist vor dem Firmensitz zu sehen. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Davon entfielen 313 Millionen Euro auf die Corona-Folgen, davon wiederum 220 Millionen Euro auf den Rückversicherer Hannover Rück, der zu gut der Hälfte dem Talanx-Konzern gehört. Vor allem für die Schließung von Betrieben und den Ausfall von Veranstaltungen infolge der Pandemie müssen die Talanx-Gesellschaften geradestehen.

Zu einer neuen Gewinnprognose für das laufende Jahr sieht sich der Vorstand um Talanx-Chef Torsten Leue noch nicht in der Lage. Von Januar bis März verdiente Talanx unter dem Strich - wie seit April bekannt - 223 Millionen Euro und damit fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Geschickte Finanzgeschäfte der Hannover Rück federten den Gewinnrückgang ab.

Mit der Einschätzung der Corona-Folgen tut sich Talanx schwer. Finanzvorstand Immo Querner sagte, bisher lägen kaum konkrete Schadenmeldungen von Kunden vor. Die wegen der Pandemie im ersten Quartal zurückgelegten 313 Millionen Euro entsprächen dem, was Talanx bisher seriöserweise für 2020 abschätzen könne.

Im Gegensatz zu anderen Versicherern, die Betriebsschließungen infolge des Coronavirus in ihren Verträgen ausgeschlossen sehen, haben HDI-Kunden aus Sicht des Konzerns Anspruch darauf. Der HDI gewähre Deckungsschutz aus der Betriebsschließung auch für behördliche Schließungsanordnungen, die anlässlich des neuartigen Coronavirus angeordnet werden, hatte HDI-Chef Christoph Wetzel im April klargestellt. Davon könnten etwa viele Gaststätten und Bars profitieren.

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