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Corona-Zeit: Weniger Stress für Langeooger Rettungsschwimmer

16.08.2020 - Bei der Hitze strömen die Menschen ans Wasser - auch in der Pandemie hat sich an dem Verhalten kaum etwas geändert. Für Rettungsschwimmer auf Langeoog hat sich die Lage aber dennoch etwas gewandelt.

  • Mitglieder der DLRG machen eine Kontrollfahrt. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mitglieder der DLRG machen eine Kontrollfahrt. Foto: Christian Charisius/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Rettungsschwimmer an der Nordseeküste haben während der Corona-Pandemie mitunter etwas weniger Stress. Die Menschen seien bezüglich der Baderegeln disziplinierter, und «wir haben extrem wenig Konflikte», sagte der Langeooger Wachführer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Ludger Roters. «Ob das direkt mit Corona zusammenhängt, weiß ich nicht. Aber ich glaube, die Leute sind froh, wenn sie am Strand sein können und genießen die Zeit.»

Dass der Zugang für Tagestouristen auf Langeoog reglementiert ist, macht sich laut Roters besonders bemerkbar - denn die Dauergäste kennen die Nordsee mit ihren besonderen Bedingungen wie Ebbe und Flut ohnehin gut und halten sich an die Regeln.

Bei den Rettungseinsätzen sieht DLRG-Sprecher Achim Wiese keine Unterschiede zu den Zeiten vor der Pandemie. «Zu Saisonbeginn war es an der Küste aber sehr schwierig, weil einige Stationen nicht komplett besetzt werden konnten. Das Problem war, dass wir die Einsatzkräfte nicht unterbringen konnten aufgrund der Abstandsregelung».

Einsätze gebe es immer, erklärte Wiese. «Und wir haben besonders viele Einsätze, wenn gutes Wetter ist.» Am vergangenen Hitze-Wochenende seien fünf Menschen in Niedersachsen ertrunken, allerdings im Binnenland. «Die Küsten sind sicher. Weil dort zu den Zeiten eine Aufsicht da ist.» Nach einer Zwischenbilanz der DLRG passierten mehr als 90 Prozent der tödlichen Unfälle im Binnenland - insbesondere an unbewachten Badestellen.

Niedersachsen hatte demnach in den ersten sieben Monaten des Jahres nach Bayern und Nordrhein-Westfalen die meisten Todesfälle - mindestens 24. In ganz Deutschland ertranken in der Zeit mindestens 192, in der deutschen Nord- und Ostsee mindestens zehn (drei in der Nord-, sieben in der Ostsee).

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