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Coronavirus: Sechs Deutsche von Quarantäne-Schiff zuhause

22.02.2020 - Bei Hunderten Menschen, die auf dem Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» waren, ist der neuartige Coronavirus nachgewiesen worden. Für sechs deutsche Passagiere gab es erneut Entwarnung. Sie durften am Samstag nach Hause - aber noch nicht zur Normalität zurückkehren.

  • Das Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» im Hafen von Yokohama. Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Kreuzfahrtschiff «Diamond Princess» im Hafen von Yokohama. Foto: Eugene Hoshiko/AP/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Berlin (dpa) - Sechs deutsche Ex-Passagiere des Kreuzfahrtschiffs «Diamond Princess», das wegen des Coronavirus zwei Wochen im japanischen Yokohama unter Quarantäne stand, sind wieder zuhause. An Bord einer italienischen Maschine landeten die Menschen aus Berlin, Niedersachsen und Hessen am Samstagmorgen im militärischen Teil des Flughafens Tegel. Nach einer Untersuchung brachte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) sie in ihre Heimat, wie ein Sprecher mitteilte. Zwei der Passagiere stammen laut DRK aus Berlin, je zwei weitere aus dem niedersächsischen Emsland und der Nähe von Marburg (Hessen).

Dort müssen sie allerdings weitere zwei Wochen isoliert verbringen, um eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus Sars-CoV-2 endgültig auszuschließen. Sie dürfen ihre Wohnungen nicht verlassen und sollen andere Menschen meiden.

Die Rückkehrer waren auf der «Diamond Princess» gewesen, die wegen des grassierenden Virus bis Mittwoch unter Quarantäne stand. Mehrere Hundert Passagiere wurden nach dem Nachweis von Sars-CoV-2 in Krankenhäuser gebracht, wo zwei von ihnen starben. 970 negativ getestete Passagiere haben seit Ende der Quarantäne das Schiff verlassen.

Nach der Ankunft in Berlin untersuchte ein Amtsarzt die Passagiere. Hätte es Anzeichen auf eine Erkrankung gegeben, wären die Betroffenen zu einer Abklärung in die Berliner Universitätsklinik Charité gebracht worden, sagte der DRK-Sprecher. Die Berliner Gesundheitsverwaltung hatte erklärt, dass das Gesundheitsamt in den kommenden zwei Wochen täglich Kontakt zu den Berliner Rückkehrern halten und ihren Zustand im Auge behalten werde.

Die Entscheidung zur Isolation der Rückkehrer zu Hause habe die Bundesregierung getroffen, erläuterte die Berliner Gesundheitsverwaltung weiter. Die zuständigen Gesundheitsämter seien geübt, diese Maßnahme anzuordnen und zu betreuen. Auch der Transport zu den Wohnungen verlaufe unter Isolierbedingungen, hieß es. Einkäufe etwa sollen Bekannte der Rückkehrer erledigen und diese ohne persönlichen Kontakt vor der Tür abstellen.

Die Rückkehrer sollen ihre Wohnungen wieder verlassen können, wenn ihre Testergebnisse nach 14 Tagen negativ sind - wie bereits bei den 20 China-Rückkehrern, die vor knapp zwei Wochen in Tegel gelandet waren.

Sie stehen seitdem in Köpenick auf dem Gelände der DRK Kliniken unter Quarantäne. An diesem Sonntag sollen sie den Isolierbereich verlassen dürfen. Auch der vierte und letzte Test bei den 16 Erwachsenen und 4 Kindern zeigte am Freitag keine Infektion mit den neuartigen Coronavirus. Die Menschen hatten sich zuvor längere Zeit in der stark von dem Erreger betroffenen chinesischen Stadt Wuhan aufgehalten.

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