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DGB kritisiert sinkende Tarifbindung: Arbeitgeber winken ab

04.10.2019 - Hannover (dpa/lni) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat die abnehmende Tarifbindung in der niedersächsischen Wirtschaft bemängelt - und sieht drastische finanzielle Folgen für die öffentlichen Haushalte. Nach eigenen Analysen gebe es inzwischen in nur noch einem Drittel der Firmen Tarifverträge. Damit oft verbundene geringere Löhne führten zu Mindereinnahmen von jährlich etwa 4,7 Milliarden Euro bei Sozialversicherung und Einkommensteuer, teilte der DGB am Freitag mit.

  • Ein Mikrofon bei einer Pressekonferenz des DGB. Foto: Rainer Jensen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mikrofon bei einer Pressekonferenz des DGB. Foto: Rainer Jensen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«Das Geld wird gebraucht für den sozialen Ausgleich, für Investitionen in Infrastruktur und Bildung», forderte DGB-Bezirkschef Mehrdad Payandeh. Beschäftigte ohne Tarifvertrag hätten zudem eine deutlich geringere Kaufkraft, der DGB bezifferte die entsprechenden Einbußen in Niedersachsen auf etwa 4 Milliarden Euro pro Jahr.

Die Unternehmen wiesen die Kritik zurück. Wegen rückläufiger Tarifbindung an den Pranger gestellt zu werden, sei «pure Polemik», entgegnete das Institut der Norddeutschen Wirtschaft in Hannover. Die Entscheidung über Abschluss oder Ablehnung sei bei Tarifverträgen eine Grundfrage der Tarifautonomie: «Niemand «stopft» sich die Taschen voll, und niemand geht durch unternehmerisches Handeln «leer» aus.» Die Abnahme der Tarifbindung liege vor allem daran, dass für Tarifverträge mittlerweile statt Mindeststandards Maximalforderungen gestellt würden: «Gewerkschaften sollten hier umdenken.»

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