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Das Lavieren um ein Öffnen der Schulen hält weiter an

26.02.2021 - Seit Monaten zwingt die Corona-Krise Schüler, Lehrer und Eltern zum Improvisieren, der meiste Unterricht findet online statt. Ob aus der ins Auge gefassten Öffnung der Schulen vor Ostern nun etwas wird, ist offen. Geht Niedersachsen wieder einen Sonderweg?

  • Grant Hendrik Tonne (SPD) kommt zu einer Pressekonferenz. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Grant Hendrik Tonne (SPD) kommt zu einer Pressekonferenz. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Angesichts einer unklaren Corona-Lage hält für Schülerschaft, Eltern und Lehrkräfte in Niedersachsen die Unsicherheit über ein Öffnen der Schulen weiter an. Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) betonte am Freitag zwar, nach den für Mittwoch geplanten nächsten Bund-Länder-Beratungen weitere Schulen in Niedersachsen öffnen zu wollen. «Mein Ziel ist unverändert, so schnell wie möglich alle Schüler in den Wechselunterricht zurückzuholen. Ich erinnere an unsere Erfahrungen mit den Grundschulen, die wir ja im Wechselmodell gelassen haben - und die sind wirklich gut», sagte Tonne der «Neuen Osnabrücker Zeitung».

Gleichzeitig betonte der Minister, der eigentlich schon für kommenden Montag weitere Schulöffnungen in Aussicht gestellt hatte, dass günstige Inzidenzwerte die Bedingung dafür seien. «Und da müssen wir leider feststellen, dass die vergangenen beiden Wochen nicht zufriedenstellend waren.» Tonne äußerte die Hoffnung, dass es zwischen den Ministerpräsidenten und der Kanzlerin zu «gemeinsamen Perspektiven für die Kitas und Schulen kommt». Sei dies nicht der Fall, behalte Niedersachsen sich vor, erneut auszuscheren und einen Sonderweg zu wählen.

Angesichts der Corona-Krise hatte das Ministerium am Vortag entschieden, dass es für die mittleren Schulabschlüsse in den Kernfächern dezentrale Abschlussprüfungen geben wird. Für die Fächer Deutsch, Englisch und Mathematik werden außerdem die Termine für die schriftliche Prüfung auf den ursprünglich ersten Nachschreibetermin verschoben, um den Schülern mehr Vorbereitungszeit zu geben. Die mündlichen Prüfungen seien freiwillig und nicht verpflichtend abzulegen.

Der FDP-Landtagsabgeordnete Björn Försterling warf dem Minister vor, nichts für einen besseren Corona-Schutz an den Schulen unternommen zu haben. «Auf dieser wackeligen Basis bleibt dem Minister nichts anderes übrig, als auf ein sinkendes Infektionsgeschehen zu hoffen.» Es werde aber endlich Zeit, rauszukommen aus dem Reagieren und die Kontrolle über das Geschehen zurückzuerlangen, mit Schutzmaßnahmen und einer besseren Digitalisierung.

Auch die Junge Union Niedersachsen übte Kritik am Lavieren an den Schulen. «Schüler, Lehrer und Eltern brauchen einen klaren Ankerpunkt für die weitere Planung des Schuljahres. Die Aussage «bis auf Weiteres» ist da nicht zielführend», sagte der bildungspolitische Sprecher der Jungen Union, Lucas Mennecke. Er forderte eine Rückkehr zum Wechselunterricht ab der kommenden Woche, so wie Minister Tonne das ursprünglich auch geplant hatte.

Der Verband Niedersächsische Lehrkräfte (VNL) begrüßte unterdessen die Prüfungserleichterungen des Ministeriums für die Sekundarstufe eins. Die Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen hätten ein Anrecht auf faire und sichere Abschlussprüfungen. Sie dürften nicht die Leidtragenden der Corona-Einschränkungen werden, wobei der Schutz und die Gesundheit aller in der Schule im Vordergrund stehen müssten, erklärte der Verband.

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