Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Dutzende Drahtzieher nach Online-Betrug vor Gericht

16.05.2019 - Nach dem Zerschlagen eines internationalen Netzwerks von Online-Betrügern kommen nun etliche Drahtzieher vor Gericht. Die Kooperation von Fahndern vieler Länder macht dies möglich. Auch Cybercrime-Experten aus Lüneburg trugen zu dem Erfolg bei.

  • Eine Hand fährt über die Tastatur eines Laptops. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Hand fährt über die Tastatur eines Laptops. Foto: Karl-Josef Hildenbrand/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Den Haag (dpa) - Nach Zerschlagen des weltweiten Online-Betrugsnetzes «Avalanche» mit geschätzten Schäden von mehreren hundert Millionen Euro wird mehr als einem Dutzend Drahtzieher der Prozess gemacht. Diese sollen für den Einsatz der Schadsoftware «GozNym» verantwortlich gewesen sein, die nur eine von mehreren eingesetzten Techniken zum Plündern fremder Bankkonten war, teilte die europäische Polizeibehörde Europol am Donnerstag in Den Haag mit.

Gemeinsame Ermittlungen in 40 Ländern in- und außerhalb Europas hatten Ende 2016 zur Zerschlagung des «Avalanche»-Netzwerks geführt, das sich vor allem mit sogenannten Phishing-Attacken Zugriff auf Bankkonten nichtsahnender Computernutzer verschaffte. In Deutschland waren Cybercrime-Spezialisten der Staatsanwaltschaft Verden und der Zentralen Kriminalinspektion Lüneburg an den Ermittlungen beteiligt. Das «Avalanche»-Netzwerk bot seine Expertise nach Europol-Angaben rund 200 Cyberkriminellen an, die etwa 20 verschiedene Schadsoftware-Attacken starteten.

Während im außereuropäischen Ausland besonders «GozNym» immense Schäden angerichtet hat, waren deutsche Opfer vor allem durch die Schadsoftware «URLzone» betroffen, berichtete die Polizei in Lüneburg am Donnerstag. Zugeordnet werden konnten allein in Deutschland mindestens 1691 Taten mit einem Gesamtschaden von mindestens 8,7 Millionen Euro.

Mindestens elf Beschuldigte werden sich unter anderem wegen bandenmäßigen Computerbetruges und Geldwäsche in Russland, Georgien, der Ukraine, Moldawien, Bulgarien und den USA vor Gericht verantworten müssen. So konnte der mutmaßliche «Avalanche»-Administrator in der Ukraine festgenommen werden, wo gegen ihn unter anderem aufgrund der durch die deutschen Behörden gewonnenen Erkenntnisse Anklage erhoben werden soll. Der mutmaßliche Hauptverantwortliche für die Schadsoftware «URLzone» wird in Aserbaidschan auf der Grundlage von ebenfalls in Deutschland gewonnenen Beweismitteln verfolgt, teilten die Lüneburger Cybercrime-Spezialisten mit.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren