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Ein kleiner Beutegreifer breitet sich weiter aus

19.01.2020 - Göttingen (dpa/lni) - Der amerikanische Nerz hat sich nach Schätzungen in den vergangenen Jahren in Niedersachsen weiter ausgebreitet. Die Landesjägerschaft geht davon aus, dass der auch als Mink bekannte kleine Beutegreifer mittlerweile im ganzen Land vorkommt. Darauf deutet auch die steigende Zahl erlegter Minke hin. Im abgelaufenen Jagdjahr wurden 63 Exemplare der nachtaktiven Art zur Strecke gebracht, gut doppelt so viele wie ein Jahr zuvor.

  • Ein Mink schleicht durchs Gras. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Mink schleicht durchs Gras. Foto: Patrick Pleul/zb/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

«In Deutschland kommt der Mink zwar deutlich seltener vor als andere invasive Neozoen wie Waschbär und Marderhund», sagte der Sprecher der Landesjägerschaft Niedersachsen, Florian Rölfing. Über den tatsächlichen Bestand in Niedersachsen gibt es nach Angaben des Naturschutzbunds NABU zwar keine hinreichende Datenlage. Dennoch sind Artenschützer in Sorge. Denn der Mink, der unter anderem kleine Nagetiere, Amphibien und bodenbrütende Vögel jagt, wird als Bedrohung für die Artenvielfalt eingeschätzt.

Die ursprünglich aus Nordamerika stammende Marderart, die bis zu 45 Zentimeter lang und bis zu 1500 Gramm schwer werden kann, wurde im vergangenen Jahrhundert auch in Europa gezüchtet. Seit einige Tiere aus Pelzfarmen entkommen sind und teilweise auch gezielt ausgewildert wurden, breitet sich der Mink immer weiter aus.

Dass der Mink sich als invasive, nicht-heimische Tierart weiter ausbreitet, liege an seiner extremen Anpassungsfähigkeit, sagte die Sprecherin des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Bettina Dörr. Zudem habe er in seinem Lebensraum keinen direkten Nahrungs-Konkurrenten.

Der Mink ist zumeist in der Dämmerung oder der Nacht aktiv. Tagsüber zieht er sich in den selbst gegrabenen oder von anderen Tieren übernommenen Bau zurück. Seine Lebenserwartung in freier Wildbahn beträgt Klages zufolge drei bis fünf Jahre.

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