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Erneut Geldautomat in Bremen gesprengt

17.03.2020 - Schon wieder haben Kriminelle zugeschlagen. Diesmal haben sie einen Geldautomaten in Bremen gesprengt. Wieder sind sie unerkannt geflohen.

  • Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Blaulicht leuchtet auf dem Dach eines Polizeifahrzeugs. Foto: Carsten Rehder/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bei der Sprengung eines Geldautomaten in Bremen ist in der Nacht zu Dienstag ein Sachschaden von rund 20 000 Euro an einem Bankgebäude entstanden. Zudem stahlen die Täter Geld aus dem Automaten, wie die Polizei mitteilte. Zur Höhe der Beute wollte der Polizeisprecher keine Angaben machen. Bei der Sprengung wurden der Geldautomat und der Vorraum der Bankfiliale stark beschädigt. «Mehrere Anwohner wurden durch den lauten Knall wach und beobachteten zwei Männer, die mit der Beute in ihren Fluchtwagen stiegen und davon rasten», so die Polizei.

In Niedersachsen und Bremen kommt es immer wieder zu Sprengungen von Geldautomaten. Bei einer Tat Ende Februar lösten Kriminelle in Schüttorf (Grafschaft Bentheim) einen großen Brand aus. Bei dem Feuer in dem Wohn- und Geschäftshaus in der Innenstadt entstand nach ersten Schätzungen ein Sachschaden in Millionenhöhe. Fünf Menschen verloren durch die Explosion vorübergehend ihr Zuhause. Wie viel Geld die Täter erbeuteten, blieb unklar.

Die Ermittler gehen davon aus, dass viele der Explosionen in Niedersachsen auf das Konto einer Täterszene gehen, die in den Vororten von Utrecht und Amsterdam in den Niederlanden lebt. Die Kriminellen sollen in den vergangenen Jahren mehrere Millionen Euro erbeutet und Millionenschäden mit den Sprengungen angerichtet haben. Allein im Emsland gab es von November 2019 bis Ende Januar sieben versuchte oder vollendete Sprengungen von Automaten. Im März suchte die Polizei im Emsland mit umfangreichen Großkontrollen nach den Tätern. An den Hauptstrecken Richtung Niederlande richtete sie dafür in vier Nächten viele Kontrollstellen ein, Hinweise auf die gesuchten Banden ergaben sich dabei zunächst nicht. «Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren», hieß es.

In der Stadt Bremen war erst im Februar ein Geldautomat gesprengt worden. Dabei beschädigten die Täter den Geldautomaten und den Kassenraum stark und erbeuteten Bargeld. Die Höhe der Summe nannte die Polizei nicht. Wer hinter der Tat steckt und ob es einen Zusammenhang zu anderen Taten gibt, ist bislang unklar. «Wir sind im Austausch mit Niedersachsen und den anderen Flächenländern», sagte ein Polizeisprecher.

Nach Angaben der Polizei haben viele Banken inzwischen auf die Taten reagiert und verbessern die Sicherheit. Sie nutzen zum Beispiel technische Zusatzausrüstungen wie Farbmarkierungen für die Geldscheine oder Nebelmaschinen, die es den Tätern schwerer machen.

Nach Einschätzung des niedersächsischen Landeskriminalamts zeigen solche Maßnahmen erste Wirkungen. So ist die Zahl der vollendeten Taten seit Anfang des Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückgegangen, wie die Sprecherin der Behörde sagte. Demnach gab es seit Januar in Niedersachsen 14 Geldautomatensprengungen - elf davon waren Versuche, bei denen zwar ein teils großer Schaden entstand, aber kein Geld erbeutet wurde. Bei drei Taten stahlen die Unbekannten Geld aus zerstörten Automaten. Im Vorjahreszeitraum gab es 16 Geldautomatensprengungen - davon waren sechs vollendet, der Rest Versuche. Die verschärften Sicherheitsvorkehrungen der Banken seien ein Grund dafür, dass die Zahl der vollendeten Geldautomatensprengungen zurückgegangen ist, so die Sprecherin.

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