Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Experten: Phosphorfunde in Seen extrem selten

17.09.2019 - Ein Kind findet in einem See bei Hannover ein Phosphorstück und verbrennt sich daran. Experten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst halten so einen Fund für eine extreme Ausnahme.

  • Ein Strandabschnitt des Silbersees ist mit Flatterband der Polizei abgesperrt. Foto: Sina Schuldt © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Strandabschnitt des Silbersees ist mit Flatterband der Polizei abgesperrt. Foto: Sina Schuldt © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Langenhagen (dpa/lni) - Nachdem sich ein Mädchen an einem gefundenen Phosphorklumpen aus einem See bei Hannover verbrannt hat, gehen Experten von einem extrem seltenen Fall aus. «Mir ist bisher kein Fall bekannt, bei dem so etwas in einem niedersächsischen See vorkam», sagte der Sprengmeister vom Kampfmittelbeseitigungsdienst, Hans Mohr, am Dienstag. Ein neun Jahre altes Mädchen hatte am Silbersee in Langenhagen einen Phosphorklumpen für einen Stein gehalten und in die Hosentasche gesteckt. Plötzlich reagierte die Substanz und verbrannte das Kind am Oberschenkel und an einer Hand. Das Mädchen wurde ins Krankenhaus gebracht. Seit dem Vorfall am Sonntag ist das Südufer des Sees für Besucher gesperrt.

Das Phosphor stamme hauptsächlich aus alter Munition und Granaten aus den beiden Weltkriegen. Der See in Langenhagen diente bis in die 1959er Jahre als Truppenübungsplatz. Verschiedene Kampfmittel wurden dort erprobt und entsorgt. In den Jahren 2015 und 2016 wurden insgesamt rund elf Tonnen Kampfmittel geborgen. «Solange das Phosphor im Wasser liegt und nicht mit Sauerstoff in Berührung kommt, ist es ungefährlich», so Mohr. Erst wenn es an Land geholt werde und trockne, fange es an zu reagieren. Solche Fälle kenne der Experte bis jetzt nur von der Ostseeküste, an der immer wieder Munitionsreste angespült werden.

Wie lange der Silbersee gesperrt bleiben soll, war zunächst unklar. «Wir werden die Situation im See neu bewerten und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen ergreifen», sagte eine Sprecherin der Stadt Langenhagen. Es werde geprüft, ob das Gewässer gesäubert werden muss.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren