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Gesunkenes historisches Segelschiff gehoben

17.06.2019 - Umringt von großen Bällen liegt das Schiff am Pier, aus dem Bug sprudelt Wasser: Mehr als eine Woche nach der Kollision auf der Elbe haben Experten den Zweimaster «No. 5 Elbe» gehoben. Auch das Navi wurde geborgen.

  • Mitarbeiter eines spanischen Unternehmens bereiten die Bergung des gesunkenen historischen Segelschiffs vor. Foto: Bodo Marks © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Mitarbeiter eines spanischen Unternehmens bereiten die Bergung des gesunkenen historischen Segelschiffs vor. Foto: Bodo Marks © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hamburg (dpa/lno) - Es schwimmt wieder: Das auf der Elbe nach einer Kollision gesunkene historische Schiff «No. 5 Elbe» ist in der Nacht zu Montag gehoben worden. Es lag am Morgen umringt von großen gelben Hebebällen am Pier in der Schwinge-Mündung. Joachim Kaiser von der Stiftung Hamburg Maritim zeigte sich mit der Arbeit der spanischen Bergungsexperten sehr zufrieden. Sie hatten den hölzernen Zweimaster mit den mit Luft gefüllten Hebesäcken gehoben. Zugleich wurde immer wieder Wasser aus dem Schiff gepumpt.

Die Hoffnung, am Vormittag bei Niedrigwasser den Schaden genauer zu untersuchen, erfüllte sich jedoch nicht. Die Experten hätten nicht an die richtige Schadstelle herangekonnt, weil der Bug zu dicht am Schlick aufsitze, sagte Kaiser. Deshalb könne man nur begrenzt etwas über das Ausmaß des Schadens sagen.

Bei der Suche nach den Hintergründen des Unglücks gab es erste Fortschritte. Der Experte des Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU), Ferenc John, sagte der Deutschen Presse-Agentur, es sei gelungen, das Navigationsgerät zu bergen. Man hoffe, dass es die Positionen gespeichert habe und diese Daten noch auslesbar seien. Auch ein sogenanntes Automatisches Identifikationssystem AIS sei sichergestellt worden, mit dem Schiffe über UKW-Frequenzen ihre Positionen durchgeben.

Wie das Schiff nun zum Hafen der Stiftung Hamburg Maritim gebracht wird, ist nach Kaisers Worten noch offen. Entweder werde es geschleppt oder es müsse verladen und dann huckepack transportiert werden.

Das erst jüngst aufwendig sanierte historische Segelschiff war vor mehr als einer Woche auf der Elbe mit einem Containerschiff zusammengestoßen. Es hatte es dann aber noch bis an ein Pier in der Schwinge-Mündung geschafft, wo es dann unterging. An Bord waren 43 Menschen. Bei der Havarie wurden durch Glück nur acht Personen leicht verletzt.

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