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Exzellenz-Endspurt: Hochschulen wollen Titel und Millionen

18.07.2019 - Eine Allianz der Uni Hannover und der Medizinischen Hochschule hofft auf Anerkennung als Exzellenzverbund. Ziel ist eine international führende Stellung in der Gesundheitsforschung. Auch die TU Braunschweig ist für Niedersachsen noch im Wettbewerb.

  • Das Welfenschloss, heutiger Sitz der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Welfenschloss, heutiger Sitz der Gottfried Wilhelm Leibniz Universität. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hannover (dpa/lni) - Hannover als internationales Zentrum der Gesundheitsforschung - das ist die gemeinsame Vision der Leibniz Universität und der Medizinischen Hochschule Hannover. Eine wichtige Rolle spielt auf dem Weg dahin eine Entscheidung am Freitag: Dann wird in Bonn bekanntgegeben, welche elf deutschen Hochschulen den begehrten Titel Exzellenzuniversität tragen dürfen.

Bundesweit sind 17 Hochschulen und 2 Verbünde nach einem dreijährigen Auswahlprozess noch im Rennen. Die Hochschulen in Hannover sind als Verbund namens «Leibniz Alliance» im Wettbewerb. Aus Niedersachsen hofft außerdem auch die TU Braunschweig auf Fördermillionen.

Denn hinter der Auszeichnung als Exzellenzuni steht die Aussicht auf viel Geld: Einzelne Unis können mit jährlich 10 bis 15 Millionen Euro gefördert werden, Uni-Verbünde mit 15 bis 28 Millionen Euro. Bund und Länder wollen so den Wissenschaftsstandort Deutschland im internationalen Vergleich stärken.

Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) wertet schon die Beteiligung aus Hannover und Braunschweig als Erfolg. Die Landesregierung habe die Spitzenforschung gezielt gestärkt und die Unis in eine hervorragende Startposition gebracht, teilte das Ministerium mit.

Der Verbund in Hannover hat sich mit einem Konzept im Bereich Gesundheit beworben: von der Hörforschung über Infektionsforschung, Implantatforschung und Biomedizintechnik bis hin zur Entwicklung neuer Medikamente sowie Ethik und Wissenschaftsreflexion. «Dafür sollen zukunftsweisende Forschungsprojekte noch enger und nachhaltiger vernetzt werden», teilte die Leibniz Universität mit.

Neben der finanziellen Förderung gehe es bei der Exzellenzfrage auch um das Ansehen und die entsprechende Sichtbarkeit. Der Titel soll es erleichtern, Spitzenwissenschaftler, hochqualifizierte Mitarbeiter und gute Studierende an die Unis in Hannover zu locken. «Dabei hilft der Exzellenzstatus ohne Frage», sagte Mechtild Freiin von Münchhausen, Sprecherin der Leibniz-Universität.

Profitieren sollen die Studierenden auch im Alltag. Sie sollen eine fächerübergreifende, forschungsorientierte Lehre mit neuen Bildungsangeboten bekommen. Zudem sind ein Willkommenszentrum für ausländische Studierende und digitale Lehrräume geplant.

Allerdings stößt der Exzellenzwettbewerb bei Studenten auch auf Kritik. «Einige Universitäten freuen sich über die zusätzlichen Mittel und den Titel, viele werden leer ausgehen», warnten die Studentenvertretungen aus Freiburg, Heidelberg und Tübingen. Auch Studenten der Unis Hannover und Braunschweig unterzeichneten den am Donnerstag veröffentlichten Brief.

Voraussetzung für die Exzellenzanträge der Unis war, dass mehrere Forschungsbereiche der beteiligten Hochschulen als sogenannte Exzellenzcluster anerkannt werden. Das war den Hannoveranern im Herbst 2018 gelungen - auch die TU Braunschweig und die Unis Göttingen, Oldenburg und Bremen erhielten damals Förderungen.

Die TU Braunschweig hat in ihrem Antrag 75 Millionen Euro für die nächsten sieben Jahre beantragt. Ihr Motto lautet «we move - wir bewegen»: Die Grenzen in der Wissenschaft sollen verschoben und neues Wissen geschaffen werden.

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