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Feuerwehren fordern neue Fahrzeuge zur Waldbrand-Bekämpfung

25.05.2019 - Die Feuerwehren befürchten, dass die Zahl der Waldbrände wegen des Klimawandels steigt. Ohne geeignete Einsatzfahrzeuge könnte das Löschen schwierig werden, meint Niedersachsens oberster Feuerwehrmann.

  • Ein Feuerwehrmann ist bei einen Flächen- und Waldbrand im Einsatz. Foto: Alexander Weis/Feuerwehr Helmstedt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Feuerwehrmann ist bei einen Flächen- und Waldbrand im Einsatz. Foto: Alexander Weis/Feuerwehr Helmstedt/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Duderstadt (dpa/lni) – Zur Bekämpfung von Wald- und Moorbränden brauchen Niedersachsens Feuerwehren nach eigenen Angaben dringend eine neue Flotte Löschfahrzeuge. Für jeden der 36 Landkreise und die Region Hannover müssten mindestens drei bis vier hochgeländegängige Einsatzfahrzeuge beschafft werden, sagte der Präsident des Landesfeuerwehrverbands, Karl-Heinz Banse, der Deutschen Presse-Agentur. Wegen des Klimawandels rechnet der Feuerwehrverband mit einer Zunahme von Wald- und Moorbränden in Niedersachsen.

«Wir prüfen derzeit gerade landesweit unseren Fahrzeugbestand», sagte Banse aus Anlass der Feuerwehrverbandstagung in Duderstadt, zu der am Wochenende rund 400 Teilnehmer aus ganz Niedersachsen erwartet wurden. «Wir haben dabei festgestellt, dass es genügend große, schwere Einsatzfahrzeuge gibt», sagte der Feuerwehr-Präsident. «Für den innerörtlichen Bereich ist das in Ordnung.» Aber zur Bekämpfung von Wald- und Moorbränden seien diese vielfach ungeeignet.

Dazu seien geländegängige Fahrzeuge erforderlich, die ihr Löschwasser selbst an Bord haben, sagte Banse. Diese Fahrzeuge kosteten pro Stück rund 250 000 Euro. Bei 100 Fahrzeugen entspreche dies einer Summe von 25 Millionen Euro. Das Land solle das Geld aus allgemeinen Haushaltsmitteln zusätzlich bereitstellen, forderte er.

Derzeit beschäftigt sich nach Auskunft des Innenministeriums eine Arbeitsgruppe mit der Neustrukturierung der Kreisfeuerwehrbereitschaften. Zukünftig seien unter anderem Einheiten für die Bereiche Waldbrand, Wasserförderung und Bekämpfung von Hochwasser vorgesehen. Auch eine vom Landtag eingesetzte Strukturkommission regt eine landesweite Feuerwehrbedarfsplanung an, die mögliche Landesförderungen einschließt. Diese Anregung werde von der 2018 eingesetzten Waldbrand-Expertenkommission geprüft, erklärte ein Ministeriumssprecher. Gegebenenfalls werde dies in Empfehlungen münden, landesseitig Förderungen von Fahrzeugbeschaffungen zu prüfen.

Für dringend erforderlich hält der Feuerwehrverband auch eine Verbesserung der Waldbrand-Bekämpfung aus der Luft. Es gebe zwar große Löschwasserbehälter, sagte Banse. «Sie können aber nur von sehr wenigen Bundeswehrhubschraubern transportiert werden.» Sinnvoll wäre es, Polizeihubschrauber künftig so auszurüsten, dass sie kleinere faltbare Löschwasserbehälter transportieren können. «Die Piloten müssten dann so ausgebildet werden, dass sie auch Löschwassereinsätze fliegen können», sagte Banse. Bei den aktuellen Maschinentypen sei eine Aufrüstung zum Transport von Löschwasserbehältern technisch nicht sinnvoll, erklärte dazu das Ministerium.

Personell sehen sich Niedersachsens Feuerwehren dagegen relativ gut aufgestellt. Landesweit gibt es rund 3300 freiwillige Ortsfeuerwehren sowie elf Berufsfeuerwehren in größeren Städten mit zusammen rund 125 000 Einsatzkräften. «Wir hatten zuletzt steigende Mitgliederzahlen», sagte der Verbandschef. Positiv wirke sich dabei aus, dass die Altersgrenze für aktive Feuerwehrleute im vergangenen Jahr von 63 auf 67 Jahre heraufgesetzt wurde.

Besonders erfreulich sei die Entwicklung bei den Kinder- und Jugendfeuerwehren, sagte Banse. «Wir haben dort inzwischen rund 43 000 Mitglieder. Das sind mehr als je zuvor.» Der Mädchenanteil liege bei etwa 30 Prozent. Bei aktiven Feuerwehren betrage der Frauenanteil dagegen nur bei elf bis zwölf Prozent.

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