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Grünes Licht für Neubau der Oldenburger Uni-Medizin

30.09.2020 - Die Stadt Oldenburg, die Universität, der Städtetag - alle hatten sich perplex gezeigt, als die Mittel für den Ausbau des Medizin- Studiengangs auf der Kippe standen. Nun gibt es doch grünes Licht.

  • Björn Thümler (CDU), Minister für Wissenschaft in Niedersachsen, hält eine Rede. Foto: Moritz Frankenberg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Björn Thümler (CDU), Minister für Wissenschaft in Niedersachsen, hält eine Rede. Foto: Moritz Frankenberg/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Finanzierung für den Neubau eines Lehr- und Forschungsgebäudes der Oldenburger Universitätsmedizin «European Medical School» (EMS) ist nun doch gesichert. Die Landesregierung sagte jetzt Mittel in Höhe von 80 Millionen Euro für den ersten Bauabschnitt verbindlich zu. Dies habe Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann (SPD) von Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) erfahren, teilte die Stadt Oldenburg am Mittwoch mit. Die Landesmittel für das Projekt waren nach Etatgesprächen vor der Sommerpause wider Erwarten nicht berücksichtigt worden.

Krogmann begrüßte die Entwicklung: «Das ist ein großer Tag für die Region, gestärkt werden der Wissenschaftsstandort Oldenburg und die Gesundheitsversorgung in der Region.» Der mit 142 Millionen Euro veranschlagte Neubau gilt als Schlüsselinvestition für den Ausbau der EMS. Die Stadt ist daran beteiligt durch das Klinikum Oldenburg (KOL). Um den Bau zu ermöglichen, hatte Krogmann dem Land das benötigte Grundstück im Technologie Park Oldenburg zugesagt.

Mit der Entscheidung sei nun klar, dass der Studiengang auf Dauer gesichert werde und einen wichtigen Beitrag zur ärztlichen Versorgung im gesamten ländlichen Raum leisten könne. «Die EMS wird ausgebaut und bleiben», so Krogmann. Die Universität reagierte mit Erleichterung. «Die aktuelle Entscheidung der Landespolitik nehmen wir mit großer Freude zur Kenntnis. Sie ist ein Etappensieg für uns und die gesamte Region. Die Universitätsmedizin Oldenburg ist der Garant für die ärztliche Versorgung im Nordwesten», sagte Universitätspräsident Hans Michael Piper.

Die «Nordwest-Zeitung» (NWZ) hatte am Mittwoch zuerst über die Entscheidung berichtet, wonach das Land im Doppelhaushalt 2022/2023 weitere 40 Millionen Euro bereitstellt. Das Wissenschaftsministerium hatte aufgrund von Umschichtungen aus seinem Etat bereits 40 Millionen für 2021 zugesagt. Die zunächst erforderlichen 80 Millionen Euro sind somit gesichert. Damit könne der Spatenstich für das benötigte Gebäude Anfang 2022 stattfinden, sagte Thümler der «NWZ». Der Studiengang wurde erst vor acht Jahren gegründet und hat deutlich weniger Studenten als die beiden traditionellen, großen Medizin-Unistandorte Göttingen und Hannover.

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