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Frauen verdienen 16 Prozent weniger als Männer

06.03.2020 - Die Einkommensschere zwischen Männern und Frauen bleibt in vielen Branchen, in Niedersachsen sind die Unterschiede in der Bezahlung sogar größer als im Bundesschnitt. Gewerkschaften verlangen Veränderungen.

  • Eine KFZ-Mechanikerin wechselt in einer KFZ-Werkstatt eine Bremsscheibe. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine KFZ-Mechanikerin wechselt in einer KFZ-Werkstatt eine Bremsscheibe. Foto: Marijan Murat/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Weniger Geld für gleiche Arbeit: Frauen mit einer Vollzeitstelle in Niedersachsen erhalten pro Monat 532 Euro brutto weniger als ihre männlichen Kollegen. Bezogen auf das durchschnittliche Einkommen beläuft sich der Nachteil bei der Bezahlung auf 16 Prozent - damit ist der Unterschied in Niedersachsen noch größer als bundesweit (13 Prozent), wie die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März mitteilte.

Demnach bekommen Männer im Durchschnitt monatlich 3335 Euro und Frauen 2803 Euro. «Es darf nicht sein, dass Frauen auf dem Arbeitsmarkt noch immer so stark benachteiligt sind», kritisierte die NGG-Vizechefin Claudia Tiedge. «Viele Unternehmen nutzen das Lohngefälle aus, obwohl sie mehr zahlen müssten.» Die Zahlen stammen laut NGG aus der Entgeltstatistik der Bundesagentur für Arbeit und erfassen alle Branchen.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi kritisierte, es gebe weiterhin eine systematische Ungerechtigkeit in der Bezahlung der Geschlechter. «Frauen stemmen zu Hause den größten Teil der Sorgearbeit», sagte Stefanie Nutzenberger aus dem Bundesvorstand. «Sie landen häufiger in der Teilzeitfalle, werden in Karrierechancen behindert und müssen mit Einkommens- und später Altersarmut kämpfen.» Eine stärkere Verankerung von Tarifverträgen könne ein Mittel sein, um die Benachteiligung abzubauen.

Die IG Metall setzt sich zudem für eine Ausweitung von Frauenquoten ein. Frauen müssten auf allen Führungsebenen gefördert werden. «Es gibt in jedem Unternehmen genug qualifizierte Frauen», sagte Thorsten Gröger, Bezirksleiter der IG Metall Niedersachsen und Sachsen-Anhalt.

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