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Gefängnisstrafe für Helfer von Geldautomaten-Sprengern

11.11.2019 - Braunschweig (dpa/lni) - Ein 29 Jahre alter Niederländer soll bei der Sprengung von Geldautomaten in Wolfenbüttel geholfen haben und ist dafür zu einer Gefängnisstrafe verurteilt worden. Wegen Beihilfe zum Diebstahl und zur Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion verhängte das Landgericht Braunschweig am Montag eine Strafe von zwei Jahren und acht Monaten gegen den Mann. Das Urteil ist nicht rechtskräftig und der Verteidiger kündigte an, Revision für seinen Mandanten einzulegen.

  • Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach Auffassung des Gerichts präparierte der Verurteilte im April 2018 Gasschläuche mit Isolierklebeband so, dass die Geldbehälter bei der Sprengung des Automaten nicht beschädigt wurden. Eine niederländische Bande soll in der betreffenden Nacht mit rund 340 000 Euro aus Wolfenbüttel entkommen sein. Auf die Spur des 29-Jährigen kamen die Ermittler mit DNA, die an Klebeband am Tatort gefunden worden war. Nach Angaben seines Anwalts befindet sich der Mann auf dem Weg in die Niederlande. Der Haftbefehl sei am Montag aufgehoben worden.

Erst bei einer rechtskräftigen Verurteilung müsste der 29-Jährige die verbleibende Gefängnisstrafe antreten. Die Auslieferungshaft und die Zeit in U-Haft würden ihm dabei angerechnet werden. Die Staatsanwaltschaft hatte vier Jahre Gefängnis gefordert, der Verteidiger auf Freispruch plädiert.

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