Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Gericht: E-Roller ist kein Rollstuhlersatz

07.09.2020 - Für seinen neuen Elektroroller bekommt ein 80-Jähriger keine Beihilfe von der Krankenkasse. Bereits der Name «Eco-Fun» zeige, dass es sich um ein Freizeitgerät handele, das nicht für Behinderte konzipiert sei, teilte das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (LSG) am Montag mit. Der Roller ist demnach kein Hilfsmittel der Gesetzlichen Krankenversicherung, entschied das Sozialgericht.

  • Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Auf einer Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: Uli Deck/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Geklagt hatte ein 80-jähriger, gehbehinderter Mann aus dem Landkreis Celle, der eine Beihilfe für einen klappbaren E-Roller mit Sattel wollte. Eine Versorgung mit einem Elektrorollstuhl lehnte er ab. Dem älteren Herrn sei wichtig gewesen, so das Gericht, dass das Gerät transportabel sei und er es so auch in den Urlaub und auf Busreisen mitnehmen könne. Sein Auto und Carport seien für ein großes und schweres Hilfsmittel wie einen Elektrorollstuhl ungeeignet.

Das Sozialgericht bestätigte aber die Sicht der Krankenkasse. Der Roller sei kein Hilfsmittel, sondern ein Gebrauchsgegenstand des täglichen Lebens. Außerdem habe der Mann den gesetzlichen Beschaffungsweg nicht eingehalten, da er den Roller schon vor der Entscheidung der Krankenkasse bestellt und sie damit vor vollendete Tatsachen gestellt habe.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren