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Geständnis im Prozess um Erbschleicherei am Sterbebett

08.04.2019 - Braunschweig (dpa/lni) - Im Prozess um Erbschleicherei gegen einen 52-Jährigen vor dem Landgericht Braunschweig hat der Mann die gegen ihn erhobenen Vorwürfe im Wesentlichen eingeräumt. Das teilte eine Gerichtssprecherin zum Prozessauftakt am Montag mit. Er soll sich laut Anklage als Ehemann einer reichen, schwer kranken Frau ausgegeben haben und so nach deren Tod an ihr Vermögen gelangt sein. Der Angeklagte aus Bad Harzburg muss sich wegen Untreue in 77 Fällen und Betruges verantworten. Ihm wird vorgeworfen, die schwerkranke Frau in einer Klinik dazu gebracht zu haben, ihm eine Vollmacht auszustellen und ihr Testament zu ändern.

  • Das Landgericht in Braunschweig. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Das Landgericht in Braunschweig. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Außer dem Nachlassverwalter der Frau und einem ermittelnden Polizisten wurde nach Angaben der Sprecherin am Montag zudem ein dritter Zeuge vernommen, der dem Angeklagten ein Darlehen von 120 000 Euro gewährt haben soll. Auch dieses Geld sei verschwunden. Einen Teilbetrag in Höhe von 75 000 Euro soll der Angeklagte später dem Nachlassverwalter überwiesen haben.

Der 52-Jährige soll mit der wohlhabenden Witwe viele Jahre gut befreundet gewesen sein und seit dem Sommer 2016 dauerhaft in dem Gästezimmer ihres luxuriösen Hauses in Bad Harzburg gewohnt haben. Nur einen Tag nach ihrem Tod begann der Beschuldigte laut Anklage jedoch damit, ihr Geld für Luxusartikel wie teure Handtaschen und Urlaubsreisen im Privatjet auszugeben. Laut Staatsanwaltschaft hatte die Frau zu Lebzeiten bei einem Notar den Wunsch geäußert, dass ein Teil ihres Vermögens in eine Stiftung für die Förderung begabter junger Menschen fließen soll.

Die Plädoyers werden für den zweiten Verhandlungstag am 15. April erwartet, dann dürfte auch schon das Urteil fallen.

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