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Greenpeace-Protest gegen Billigfleisch in Osnabrück

25.01.2020 - Osnabrück (dpa/lni) - Greenpeace-Aktivisten haben unter anderem in Niedersachsen gegen Billigfleisch in Supermärkten protestiert. In Osnabrück verteilten die Aktivisten am Samstag vor einem Discounter Flyer mit der Aufschrift «Supermärkte müssen handeln: Schluss mit Billigfleisch!». Insgesamt habe es Aktionen in 53 Städten gegeben, sagte Greenpeace-Agrarexpertin Stephanie Töwe. Die Organisation kritisiert, dass der überwiegende Teil des angebotenen Frischfleischs von Tieren aus klimaschädlicher und tierschutzwidriger Haltung komme.

  • Greenpeace-Aktivisten protestieren vor einem Supermarkt. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Greenpeace-Aktivisten protestieren vor einem Supermarkt. Foto: Roberto Pfeil/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Eine Abfrage bei neun führenden deutschen Lebensmittelanbietern habe ergeben, dass 88 Prozent des Fleischs im Handel mit den Haltungsformen 1 oder 2 gekennzeichnet seien, unter denen die Tiere «unter qualvollen und häufig gesetzeswidrigen Bedingungen» gehalten würden, sagte Töwe der Deutschen Presse-Agentur.

Laut freiwilliger Kennzeichnung des Handels entspricht die erste Haltungsform «Stallhaltung» lediglich den gesetzlichen Mindestanforderungen. Fleisch, das mit der Stufe 2 - «Stallhaltung plus» - gekennzeichnet ist, sichert Tieren unter anderem mindestens zehn Prozent mehr Platz und zusätzliches Beschäftigungsmaterial. Die Stufe 3 «Außenklima» garantiert Tieren noch mehr Platz und Frischluft-Kontakt. Erst bei Stufe 4 haben sie Auslaufmöglichkeiten im Freien. Auch Biofleisch soll in diese Stufe eingeordnet werden.

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