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Heidschnuckentag: Der schönste Bock wird gesucht

09.07.2020 - Symboltier der Lüneburger Heide ist die genügsame Heidschnucke. Die besten Jungböcke der Region werden alljährlich auf dem Heidschnuckentag prämiert und anschließend versteigert. Aber was macht denn nun einen guten Bock aus?

  • Eine Heidschnucke knabbert an einer Heidepflanze. Foto: Philipp Schulze/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Heidschnucke knabbert an einer Heidepflanze. Foto: Philipp Schulze/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der schönste Heidschnuckenbock wird heute im Landkreis Celle gekört. Züchter und Halter treffen sich in Faßberg auf dem Fliegerhorst zum 71. Heidschnuckentag. Mehr als 30 junge Zuchtböcke sollen prämiert und versteigert werden. Nur die besten Jährlingsböcke werden dabei zur Auktion zugelassen. Wegen der Corona-Pandemie ist die Veranstaltung in diesem Jahr nicht öffentlich.

Worauf kommt es bei den Böcken an? «Sie müssen für das Hüten geeignet sein, also kräftig und marschfähig», sagte Mathias Brockob, Berater des Verbandes der Lüneburger Heidschnuckenzüchter. Zu den Kriterien gehörten etwa die Beinstellung und ein gerader Rücken. Das Fell am Kopf muss schwarz sein. «Die Hörner dürfen nicht zu dicht am Kopf anliegen und sollen gut schneckenartig gedreht sein», erklärte er.

Die genügsamen Schafe mit dem langen, grau-schwarzen Vlies sind die Symboltiere der Lüneburger Heide. Es gibt nach Schätzungen des Verbandes laut Brockob noch knapp 12 000 von ihnen in Niedersachsen. Einst waren sie die wichtigste Nutztierart in der Region. So wurden im Jahre 1848 allein im Fürstentum Lüneburg noch fast 380 000 Tiere gezählt. Heute werden die Schnucken vor allem in der Landschaftspflege eingesetzt. Ohne sie würde die vom Menschen geschaffene Kulturlandschaft wieder mit Büschen und Bäumen zuwachsen.

Immer mehr Halter würden aufgeben, sagte Brockob. Wirtschaftliche Gründe und die Ausbreitung der Wölfe machten ihnen das Leben schwer. «Das mit dem Wolf wird immer dramatischer - das ist für viele Schäfer existenzbedrohend», betonte Brockob.

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