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Heimwerker dürfen wieder in Baumärkte - mit Einschränkungen

03.04.2020 - Ob Dübel, Dichtung, Schraube oder Hammer - in Niedersachsen darf jeder wieder in den Baumarkt. Wegen der Corona-Pandemie gelten aber klare Regeln.

  • Kunden im Baumarkt. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kunden im Baumarkt. Foto: Sina Schuldt/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach knapp zwei Wochen dürfen in Niedersachsen die Baumärkte am Samstag erstmals wieder die Türen für Privatkunden öffnen. An vielen Standorten wird mit einem erhöhten Kundenaufkommen gerechnet. Um das Risiko einer Ansteckung mit Coronaviren zu minimieren, haben die Unternehmen Vorkehrungen in ihren Märkten getroffen. Dazu gehören unter anderem Einlasskontrollen, Zugangsbeschränkungen, erhöhte Hygienestandards, Schutzwände und Abstandsmarkierungen. Zudem gilt: Maximal ein Kunde auf durchschnittlich zehn Quadratmetern.

Bislang durften wegen der Corona-Schutzmaßnahmen nur Gewerbetreibende in den Baumärkten einkaufen. Dies wurde nun mit einer am Freitag veröffentlichten Verordnung geändert, die am Samstag in Kraft tritt. «Auch die Tatsache, dass Garten- und Baumärkte wieder öffnen dürfen, darf nicht als Signal einer laxeren Handhabung der geltenden Regeln verstanden werden, das ist es mitnichten», sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. «Die Geschäfte müssen ihren Kunden im Sinne der Regeln eindeutige Vorgaben machen, damit die Gefahren einer Infektion so niedrig wie möglich gehalten werden.»

Die Polizei hofft, dass ein «Run» auf die Märkte am Samstag ausbleibt. «Ein Ansturm am Wochenende sollte unbedingt vermieden werden, da dadurch das dringende Gebot, Abstand zu halten, nicht eingehalten werden kann», warnte Melissa Oltmanns, Pressesprecherin der Polizeidirektion Oldenburg. «Außerdem bitten wir, die Öffnungszeiten in der Breite zu nutzen und den geplanten Einkauf unter der Woche zu planen.»

Die Baumärkte sind vorbereitet. Das Unternehmen Bauhaus betreibt bundesweit 156 Märkte, darunter sieben in Niedersachsen. In allen deutschen Fachzentren sei die Anzahl von Kunden, die sich zeitgleich im Haus aufhielten, signifikant reduziert worden, sagte ein Unternehmenssprecher. Diese Grenze könne bei einem großen Bauhaus-Markt bei maximal 150 Personen liegen. «Zudem werden die Kundenströme - wo dies möglich ist - über unterschiedliche Ein- und Ausgänge separiert, um so einen möglichen Begegnungsverkehr zu verhindern.»

Die Polizei werde auch am Wochenende wieder verstärkt im Stadtbild präsent sein, um die gültigen Verordnungen der Landes Niedersachsen und der Region Hannover zu überwachen und deren Einhaltungen zu kontrollieren, versicherte der Sprecher der Polizeidirektion Hannover, Philipp Hasse.

«Wir freuen uns, dass wir ab dem 4. April auch unseren Privatkunden wieder zur Verfügung stehen können», sagte eine Sprecherin von Toom Baumarkt. Das Unternehmen betreibt 330 Märkte in Deutschland, davon 35 in Niedersachsen. Die Nachfrage der Kunden nach Produkten für Reparaturen oder Brennstoffen und Gas sei groß. Oberste Priorität habe die Einhaltung aller Hygienevorschriften und Schutzmaßnahmen für Kunden und Mitarbeiter.

Auch bei den Obi-Märkten steuern Mitarbeiter den Zutritt, damit eine Maximalzahl von Kunden im Markt nicht überschritten werden könne, sagte Unternehmenssprecherin Elena Ottaviano. «Beratungstermine finden zum Schutz von Kunden und Mitarbeiter nicht mehr statt.»

Was für Baumärkte in Bremen und Niedersachsen nun gleichermaßen gilt, trifft aber nicht auf einzelne Fachsegmente wie etwa Fliesenmärkte zu. Für die bleibt in Bremen das Verbot der Ladenöffnung bestehen, wie das Bremer Verwaltungsgericht am Freitag entschied (Az.: 5 V 604/20). Es lehnte einen entsprechenden Eilantrag ab. Anders als ein Baumarkt zähle ein Fliesenmarkt nicht zu den für die Versorgung der Bevölkerung notwendigen Einrichtungen.

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