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Hessens Innenminister: Gewalttaten im Sport stärker ahnden

08.11.2019 - Bremerhaven (dpa) – Nach der jüngsten Prügelattacke gegen einen Amateur-Schiedsrichter hat Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) für eine konsequente Ahndung von Gewalttaten im Sport geworben. «Wir müssen daraus Konsequenzen ziehen und jedem deutlich machen, dass Gewalt im Sport nichts zu suchen hat. Deshalb plädiere ich dafür, dass Gewalttätern künftig eine sehr harte Strafe auch für den organisierten Fußball droht», sagte Beuth am Freitag nach der 43. Sportministerkonferenz in Bremerhaven.

  • Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU). Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU). Foto: Boris Roessler/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Sein Vorschlag: Täter sollten künftig selbst in die Rolle des Schiedsrichters schlüpfen und müssten die Gewaltpräventionsmaßnahmen der Verbände besuchen. «Andernfalls sollte jedem Gewalttäter deutlich gemacht werden, dass im organisierten Sport kein Platz mehr für ihn ist», sagte Beuth.

Er nahm zugleich den Profi-Fußball in die Pflicht, seiner Vorbildwirkung stärker gerecht zu werden. «Was dort vorgelebt wird, greifen Nachwuchsspieler und Amateure in den unteren Ligen auf. Ich würde mir daher wünschen, dass der Respekt gegenüber unseren Schiedsrichtern auch in der Bundesliga vorgelebt und vom DFB eingefordert wird», betonte Beuth.

Ende Oktober war ein 22 Jahre alter Amateur-Schiedsrichter bei einer hessischen Kreisliga-Partie von einem Spieler bewusstlos geschlagen worden, nachdem er diesen des Feldes verwiesen hatte. Der Referee kam danach mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus, aus dem erst nach einigen Tagen entlassen werden konnte.

«Wir ächten verbale und körperliche Angriffe auf Schiedsrichter», sagte die Bremer Sportsenatorin und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Anja Stahmann (Grüne), zum Abschluss der Tagung. Für die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Olympischen Sportbundes, Veronika Rücker, handelt es sich aber nicht um ein ausschließliches Fußballthema: «Es betrifft den gesamten Sport. Der organisierte Sport ist gefordert, sich damit auseinander zu setzen.»

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