Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

In Niedersachsen sind immer mehr Oldtimer unterwegs

20.05.2019 - Ein schicker Karmann Ghia, ein liebevoll gepflegter Porsche: Die Zahl der Oldtimer auf den Straßen in Niedersachsen hat zugenommen. Manche Besitzer hoffen auch auf eine Wertsteigerung ihrer Schätzchen. Doch ist das realistisch?

  • Frauen und Männer fahren mit ihren Messerschmitt Kabinenrollern über einen Campingplatz. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Frauen und Männer fahren mit ihren Messerschmitt Kabinenrollern über einen Campingplatz. Foto: Hauke-Christian Dittrich/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hannover (dpa/lni) - Die Zahl der Oldtimer in Niedersachsen ist deutlich gestiegen. Anfang des Jahres waren landesweit 49 736 Autos, Trecker, Busse und Laster zugelassen, die 30 Jahre oder älter waren. Das war nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes in Flensburg im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 12 Prozent.

Der Zuwachs ist vor allem auf die gestiegene Zahl von Oldtimer-Autos zurückzuführen. Unter den 43 700 Wagen waren auch gut 12 600 Cabrios. Auch 956 Motorräder, 2243 Lastwagen, 2207 Zugmaschinen, 55 Omnibusse, 46 Kfz-Anhänger und 525 sonstige Fahrzeuge haben Oldtimer-Status.

Der am häufigsten zugelassene Oldtimer in Deutschland ist der VW-Käfer. Der in der Vergangenheit recht günstige Wagen erlebte im vergangenen Jahr die zweitstärkste Preissteigerung.

Der ADAC betonte, Wertsteigerungen bei Oldtimern gebe es nur bei wenigen Modellen und vor allem im sehr hochpreisigen Segment. «Bei den meisten Modellen gleichen die Kosten für Pflege, Wartung und die sachgerechte Lagerung eventuelle Wertzuwächse aus», sagte ein ADAC-Sprecher.

Niedersachsen liegt bei der Entwicklung im Bundestrend. Deutschlandweit vergrößerte sich die Zahl der Oldtimer um rund 12 Prozent auf gut 535 500 Fahrzeuge. In Bremen erhöhte sich die Zahl der Oldtimer im Vergleichszeitraum von 2883 auf 3168.

Der überwiegende Teil der in Niedersachsen zugelassenen Oldies ist zwischen 30 und 50 Jahre alt. Rund 8600 haben 50 bis 59 Jahre auf dem Buckel. Gut 3700 Fahrzeuge sind 60 Jahre und älter.

Oldtimer können sogenannte Historien-Kennzeichen tragen: Ein «H» am Ende des Kfz-Kennzeichens dürfen jene Gefährte führen, die als «historisches Kulturgut» gelten und mindestens 30 Jahre alt sind. Für den Halter kann dies Vorteile bei Versicherung und Kfz-Steuer haben.

Damit ein Fahrzeug die 30-Jahre-Marke erreicht und entsprechend den Anforderungen des H-Kennzeichens einen guten und originalen Erhaltungszustand aufweist, bedarf es frühzeitig einer entsprechenden Pflege und Wartung. «Dass jemand im Alltag sein Fahrzeug nutzt und im Alter von 30 Jahren dann als Oldtimer zulässt, ist nicht auszuschließen, aber sicherlich ein Einzelfall», sagte ein ADAC-Sprecher.

Doch was macht das Fahren eines Oldtimers attraktiv? «Das ist bei jedem Oldtimer-Liebhaber individuell», sagte der ADAC-Sprecher. «Viele Menschen erfüllen sich einen Kindheitstraum und kaufen sich das Traumauto ihrer Jugend oder das Fahrzeug, das der Vater oder Großvater gefahren hat.» Für andere stehe das Erleben der historischen Technik und das Fahrerlebnis im Vordergrund. Und andere schätzten es einfach, selbst an einem Auto zu schrauben - was in dieser Form an modernen Fahrzeugen kaum mehr möglich ist.

Als Wertanlage sind Oldtimer derzeit nur bedingt geeignet. Der Preisanstieg bei den gängigsten Modellen betrug 2018 nach Angaben des Verbands der Automobilindustrie (VDA) nur 2,2 Prozent. 2017 sei der Zuwachs mit 1,4 Prozent sogar noch geringer gewesen.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren