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Keine Hinweise auf massenhaft defekte Wasser-Messstellen

29.01.2021 - Die Grundwasser-Messstellen in Niedersachsen, deren Verlässlichkeit Landwirte im Zuge schärferer Düngeregeln angezweifelt haben, funktionieren weitestgehend fehlerfrei. Wie das Umweltministerium am Freitag in Hannover mitteilte, habe eine Kontrolle von 217 Messstellen an Orten mit erhöhten Nitratwerten im Grundwasser ergeben, dass 94,5 Prozent funktionstüchtig und als Gütemessstellen geeignet sind. Die nicht funktionstüchtigen Messstellen würden repariert oder ersetzt. Bis Ende des Jahres sollen auch die übrigen 900 Messstellen im Land überprüft werden.

  • Eine Grundwasser-Messstelle ist zu sehen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Grundwasser-Messstelle ist zu sehen. Foto: Bernd Wüstneck/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die Landesregierung hatte die Kontrolle vor gut einem Jahr nach Kritik der Landwirte in Auftag gegeben. Dort nämlich, wo erhöhte Messwerte auf eine Belastung des Grundwassers hinweisen, gelten für Landwirte Beschränkungen beim Düngen ihrer Flächen. «Es ist ein gutes Zeichen, dass die überwiegende Zahl der Messstellen uneingeschränkt funktioniert und damit das Grundwassermonitoring durch den Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) gewährleistet ist», sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD).

Der Protest gegen die aus Sicht der Bauern oft intransparenten und großflächigen Düngebeschränkungen dauert aktuell an. Seit knapp einer Woche halten Landwirte der Initiative Land schafft Verbindung (LsV) mit ihren Traktoren zwischen dem Agrar- und Umweltministerium in Hannover eine Mahnwache ab. Sie protestieren gegen die aus ihrer Sicht fachlich schlecht begründete Ausweisung der sogenannten roten Gebiete, in denen zum Schutz des Grundwassers vor zu viel Nitrat besondere Beschränkungen beim Düngen gelten.

Die Landwirte wollen, dass der tatsächliche Zustand des Grundwassers vor Ort nachvollziehbar berücksichtigt wird. Nötig sei eine stärkere Regionalisierung, ein besseres Verursacherprinzip und eine flexible Umsetzung in verschiedenen Regionen. Viele Landwirte finden, dass Niedersachsen mehr Flächen unter einen besonderen Schutz stellt, als nötig. Die Ministerien wollen die Praxis in Niedersachsen wohl noch nachbessern, bitten dafür aber um Geduld. Nach der letzten Anpassung gelten 30 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche in Niedersachsen als rote, mit Düngemitteln belastete Gebiete, zuvor waren es 39 Prozent.

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