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Keine Maskenpflicht an Niedersachsens Schulen

23.04.2020 - Schüler und Lehrer können auch ohne einen Mundschutz zurück in die Schulen. Auch Desinfektionsmittel hält das Kultusministerium nur in Ausnahmefällen für ratsam. Für die Hygiene sei etwas anderes wichtig.

  • Grant Hendrik Tonne, Niedersachsens Kultusminister (SPD), spricht während einer Pk. Foto: Peter Steffen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Grant Hendrik Tonne, Niedersachsens Kultusminister (SPD), spricht während einer Pk. Foto: Peter Steffen/dpa © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Der Schulunterricht in Niedersachsen wird in der kommenden Woche ohne eine Maskenpflicht für Schüler und Lehrer wieder aufgenommen. In den Pausen könne zwar ein Mund-Nase-Schutz getragen werden, dieser müsse aber selbst mitgebracht werden und werde nicht von der Schule gestellt, heißt es in einem Hygieneplan des Kultusministeriums vom Donnerstag. Das zehnseitige Papier zum Umgang mit dem Coronavirus soll schuleigene Hygienepläne ergänzen.

Im Unterricht ist das Tragen von Masken demnach nicht erforderlich, da der Sicherheitsabstand gewährleistet sei. Sicherstellen soll das unter anderem die Vorgabe, dass maximal 16 Schüler gleichzeitig in einen Klassenraum dürfen. Eine Ausnahme ist die Schülerbeförderung: Dort ist wie im gesamten Nahverkehr von Montag an eine Alltagsmaske Pflicht.

Neben dem Mindestabstand soll insbesondere gründliches Händewaschen Infektionen verhindern. Händedesinfektion ist hingegen nur in Ausnahmefällen vorgesehen. Der Sportunterricht fällt weiter aus, da es derzeit keine Regelungen gebe, die den Infektionsschutz gewährleisteten.

«Mit dem Rahmenhygieneplan geben wir den Schulleitungen ein praxistaugliches Werkzeug beim schrittweisen Wiederhochfahren an die Hand», sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) der Deutschen Presse-Agentur. «Er ist die Grundlage für das Durchführen von Prüfungen und Unterricht unter Corona-Bedingungen.»

Tonne machte zudem deutlich, dass er trotz Kritik an der Durchführung der Abschlussprüfungen festhält. «Die Prüfungen werden unter strengen Hygienebedingungen stattfinden: In kleineren Gruppen und in größeren Räumen sowie in ausreichendem Abstand der Schüler untereinander», sagte er der «Hannoverschen Allgemeinen Zeitung» (Donnerstag). Nach einer intensiven Vorbereitung sollten die Schülerinnen und Schüler auch die Chance haben, ihre Leistungen zu zeigen. Die Abiturklausuren werden vom 11. bis 30. Mai geschrieben, die Abschlussarbeiten der 9. und 10. Klassen beginnen am 20. Mai.

Am kommenden Montag kehren die Abschlussklassen in die Schulen zurück. Grundsätzlich gehe er davon aus, dass der Hygieneschutz eingehalten werden könne, betonte Tonne im Landtag, sagte aber auch: «Dass wir seitens der Schülerinnen und Schüler eine Debatte haben, dass sie besorgt sind, das gilt es ernst zu nehmen.» Absolventen, die zur Risikogruppe gehören, sollten die Prüfungen ablegen können, ohne mit anderen in Kontakt zu kommen.

Zuvor hatten Schüler und Schulleiter gefordert, die Prüfungen nur auf freiwilliger Basis anzubieten. Wer nicht zur Prüfung wolle, für den solle die bisherige Durchschnittsnote gelten. Tonne bezeichnete es hingegen als «merkwürdiges Signal, wenn Niedersachsen als einziges von 16 Bundesländern erklären würde, wir sehen uns nicht in der Lage, unter diesen herausfordernden Bedingungen ein Abitur zu schreiben».

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