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Kirchenleitung erschüttert über Anklage gegen Bremer Pastor

03.07.2020 - Die Leitung der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) hat die Vorwürfe gegen den Pastor der konservativen Gemeinde St. Martini in Bremen als schwerwiegend bezeichnet. «Dass Äußerungen eines Pastors Anlass zu einer Anklage wegen Volksverhetzung gegeben haben, erschüttert mich zutiefst», sagte Bernd Kuschnerus, der als Schriftführer hauptamtlicher Theologe im Vorstand des BEK-Kirchenausschusses ist, am Freitag nach einem Dienstgespräch mit dem Pfarrer.

  • Zwei Männer schneiden nach ihrer Eheschließung im Rathaus eine Hochzeitstorte an. Foto: Ina Fassbender/dpa/Archiv/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Zwei Männer schneiden nach ihrer Eheschließung im Rathaus eine Hochzeitstorte an. Foto: Ina Fassbender/dpa/Archiv/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Man sei in dem Gespräch übereingekommen, dass der Pastor vom 9. Juli bis 24. August 2020 Urlaub nehme. Mitte August sei ein neuerliches Dienstgespräch verabredet worden. Bis nächsten Donnerstag ist der Pastor, ein Beamter nach Kirchenrecht, weiter normal im Dienst. Allerdings hieß es am Freitag im Pfarrbüro, dass er am Sonntag nicht die Predigt halten werde.

Die Staatsanwaltschaft hatte am Donnerstag gegen den Pastor Anklage wegen Volksverhetzung erhoben. Er habe bei einem Eheseminar im Oktober 2019 Homosexuelle pauschal als Verbrecher und Homosexualität als «Degenerationsform der Gesellschaft» bezeichnet, so die Staatsanwaltschaft.

Nach Auffassung der Staatsanwaltschaft sind einzelne Ausschnitte daraus volksverhetzend, da sie den öffentlichen Frieden störten und zu Hass gegen einen Teil der Bevölkerung aufgrund sexueller Orientierung anstachelten. Ein Amtsgericht muss prüfen, ob es ein Hauptverfahren gibt. Von dem Pastor oder der Kirchengemeinde war zunächst keine Stellungnahme zu erreichen. Dies wurde aber für Sonntag angekündigt.

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