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Krankenhausgesellschaft: Flächenversorgung nicht gefährden

15.07.2019 - Hannover (dpa/lni) - Die Krankenhäuser in Niedersachsen haben davor gewarnt, die flächendeckende Versorgung infrage zu stellen. Gerade in einem Flächenland sei die schnelle Erreichbarkeit der Kliniken von großer Bedeutung, teilte die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft (NKG) am Montag mit. «Abbau und Zentralisierung von Krankenhäusern sind keine flächendeckende Option», sagte Marten Bielefeld, Vize-Geschäftsführer der NKG.

  • Ein Pfleger auf der Intensivstation in einem Krankenhaus zieht sich Handschuhe an. Foto: Stephanie Pilick/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein Pfleger auf der Intensivstation in einem Krankenhaus zieht sich Handschuhe an. Foto: Stephanie Pilick/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hintergrund ist eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung, die zu dem Schluss kommt, dass die Versorgung von Patienten durch die Schließung von mehr als jedem zweiten Krankenhaus verbessert werden könnte. «Viele Komplikationen und Todesfälle ließen sich durch eine Konzentration auf deutlich unter 600 statt heute knapp 1400 Kliniken vermeiden», heißt es darin. Die verbleibenden Häuser könnten so mehr Personal und eine bessere Ausstattung erhalten. Die NKG bezeichnete dies als «absolut unbelegte Einschätzung».

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sprach sich für einen Mix aus wohnortnaher Versorgung und Spezialisierung aus. «Nicht jedes Krankenhaus muss alles machen. Hier sollten wir unsere Kräfte besser bündeln», sagte er. Bundesärztekammerpräsident Klaus Reinhardt nannte den Vorschlag der Bertelsmann-Studie «mehr als befremdlich».

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