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Kultusminister fordert Bundeshilfe für Schüler in Krise

10.02.2021 - Vor den Bund-Länder-Beratungen zum weiteren Kurs in der Corona-Krise hat Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) einen gemeinsamen Kraftakt für Schüler und Kinder gefordert. «Seit Wochen leisten die Kinder und Jugendlichen einen Riesenbeitrag im Lockdown, die Kontaktbeschränkungen und dass alles an Sport und Hobbys wegfällt, trifft junge Menschen besonders in ihrer Entwicklung», sagte Tonne der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. «Das muss in einer gemeinsamen Kraftanstrengung verhindert, die Konsequenzen müssen abgefedert werden.»

  • Grant Hendrik Tonne (SPD) bei einer Pressekonferenz. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Grant Hendrik Tonne (SPD) bei einer Pressekonferenz. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Er erwarte daher, dass Bund und Länder sich schnell zusammensetzen und beraten, wie Lernrückstände kompensiert und psycho-soziale Belastungen abgefedert werden können, sagte Tonne. Ein solcher Schul- und Kitagipfel müsse dann auch ein relevantes Kinder- und Jugend-Programm des Bundes mit sich bringen. «Wir brauchen ein Corona-Kompensations-Programm des Bundes, damit wir in hohem Maße Ferienbetreuung, zusätzliche Lernangebote und Hausaufgabenhilfe einrichten können.»

Außerdem müsse dringend zur Sprache kommen, dass sich die Bundesregierung bei den Teststrategien für Lehrkräfte und Kita-Personal engagiert. Kitas und Schulen seien zentral und müssten von allen Ebenen gefördert werden. «Wir greifen der Wirtschaft und den Unternehmen zu Recht unter die Arme, da sollte es uns als Gesamtgesellschaft nicht zu teuer sein, die Kinder und Jugendlichen zu stärken und Schaden von ihnen abzuwenden», sagte Tonne.

«Ich begrüße ausdrücklich, dass die Kultusministerkonferenz den niedersächsischen Weg verantwortungsvoller, abgewogener Schulöffnungen mitträgt und nachvollzieht», sagte der Minister. «Seit Monaten arbeiten wir mit Kohorten, Maskenpflichten, Abständen und Lüftungsregeln», so Tonne. «Da ist es zu wenig, wenn sich der Beitrag des Bundes in der Schuldebatte auf ein sehr spät veröffentlichtes Kompendium über längst bekannte Corona-Schutzmaßnahmen beschränkt. Ich erwarte jetzt aber, dass da mehr kommt, denn die Konsequenzen wochenlanger Schul- und Kitaschließungen dürften für die Kinder immens sein.»

Die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, Julia Willie Hamburg, bemerkte dazu, dass der Kultusminister mit seiner Forderung an den Bund glaubwürdiger wäre, wenn er selbst seine Hausaufgaben machen würde. «Seine Vorgabe, in jeder Unterrichtsstunde fünf Minuten zu lüften, ist eine Notlösung und kein Vorreitermodell.» Stattdessen sollte Tonne endlich ein Investitionspaket für die Kommunen als Schulträger auflegen, um den Einbau von Lüftungsanlagen und größeren Fenstern voranzutreiben.

Ähnlich wie Berlin könnte Niedersachsen Schnelltests ermöglichen, mit denen sich nicht nur Lehrkräfte sondern auch Schüler selber testen könnten, sagte Hamburg. «Zu suggerieren, wir könnten demnächst einfach wieder mit Präsenzunterricht starten, wird den Entwicklungen rund um die Mutation nicht gerecht.»

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