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Land lockert Corona-Regeln in wenigen Punkten weiter

10.07.2020 - Bis Ende August müssen die Menschen in Niedersachsen sich vorerst mit den bestehenden Corona-Regeln arrangieren. Ab Montag aber greifen zuvor noch einige kleinere Lockerungen.

  • Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung in Niedersachsen. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Claudia Schröder, stellvertretende Leiterin des Corona-Krisenstabs der Landesregierung in Niedersachsen. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Über weite Teile des Sommers müssen die Menschen in Niedersachsen voraussichtlich mit den bestehenden Corona-Beschränkungen weiter leben. Mit der neuen ab Montag geltenden Corona-Verordnung lockert die Landesregierung die Regeln aber noch einmal vorsichtig. Heimbewohner und Krankenhauspatienten dürften künftig wieder, wenn es die örtlichen Hygienemaßnahmen zulassen, von mehr als einer Person gleichzeitig Besuch erhalten, teilte die stellvertretende Leiterin des Krisenstabs der Landesregierung, Claudia Schröder, am Freitag mit. Jugendreisen und -veranstaltungen sind künftig bis zu einer Gruppengröße von 50 Teilnehmenden erlaubt.

Im Mannschaftssport und auch im Fußball dürfen wieder Teams zu Wettkämpfen gegeneinander antreten. Sport und damit auch Wettkämpfe sind, wie Schröder betonte, nach der neuen Verordnung in einer Gruppe von insgesamt nicht mehr als 30 Personen erlaubt. Zugelassen sind 50 Zuschauer, wenn es für jeden einen Sitzplatz gibt, sind bis zu 500 Zuschauer zulässig. Die neue Verordnung gilt bis zum 31. August. Um die Verordnung verständlicher und kompakter zu gestalten, wurde die Verordnung von bislang 35 auf 24 Seiten reduziert.

Der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund findet vieles aber immer noch schwer formuliert. Es brauche wenige, einfache Regeln wie «Winken ersetzt den Handschlag» und «Lächeln wird die Umarmung», sagte der Sprecher des Kommunalverbandes, Thorsten Bullerdiek. Sonst entstehe Unsicherheit und die Akzeptanz in der Bevölkerung sinke. Auch der Städtetag hält die Verordnung immer noch für zu kompliziert. Der Hauptgeschäftsführer des Landkreistags, Hubert Meyer, nannte die Verordnung «kaum nachvollziehbar» für Verwaltung und Bürger.

Positiv nahmen die Kommunen allerdings die geplante Laufzeit des neuen Regelwerks bis Ende August auf. Bisher waren die Regeln meist im Zwei-Wochen-Takt geändert worden.

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