Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Land will Präsenzunterricht an Schulen mit viel Frischluft

22.09.2020 - Um flächendeckende Schulschließungen zu vermeiden, soll das Thema Frischluft in Gebäuden noch mehr Bedeutung bekommen. Das Thema Lüften auch bei schwierigen Witterungsverhältnissen sei dabei zentral, betonte Kultusminister Grant Hendrik Tonne nach dem Schulgipfel am Montag im Kanzleramt. «Wir in Niedersachsen orientieren uns dabei an der Faustformel 20-5-20: 20 Minuten Unterricht, 5 Minuten Stoßlüften und 20 Minuten Unterricht.» Dieser Rhythmus lasse sich gut in den Ablauf einer Schulstunde integrieren. So könne der Präsenzunterricht auch in der kalten Jahreszeit trotz Corona gelingen.

  • Grant Hendrik Tonne, der Kultusminister von Niedersachsen. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Grant Hendrik Tonne, der Kultusminister von Niedersachsen. Foto: Peter Steffen/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Das Gespräch habe gezeigt, dass ein konstruktiver Austausch und konkrete Ergebnisse möglich seien, ohne den Bildungsföderalismus in Frage zu stellen, betonte der SPD-Politiker am Dienstag. «Wir müssen das aufgenommene Tempo aber hochhalten und dürfen nicht in alte Verhaltensmuster zurückfallen. Es gibt zu Recht die hohe Erwartungshaltung, dass die Rahmenbedingungen für Schule und zeitgemäßen Unterricht zügig verbessert werden.»

So müsse man raus aus der Kreidezeit und rein ins digitale Klassenzimmer. Der Bund werde sehr zügig weiteres Geld zur Verfügung stellen, 500 Millionen Euro für Lehrer-Endgeräte und 500 Millionen Euro für den Bereich Administration und Qualifizierung. «Damit können wir in Niedersachsen erneut mit zweimal rund 50 Millionen Euro rechnen. Nach den rund 50 Millionen Euro für Endgeräte für bedürftige Schülerinnen und Schüler sind dies weitere relevante Summen, um den Ausbauprozess zusätzlich zu beschleunigen», ergänzte der Minister. Ein weiteres gutes Signal sei die 10-Euro-Schüler-Bildungsflatrate für bedürftige Schüler.

Für den Landeselternrat bleibt das Ganze ein «Flickwerk am unzureichend ausgestalteten Regelbetrieb, wenn nicht endlich finanzielle Mittel in wirklich angemessener Höhe von Bund und Ländern in die Hand genommen werden, um unser marodes Bildungssystem insgesamt zu stabilisieren». Die Elternvertreter stellen zudem infrage, ob das Lüften allein die Infektionszahlen niedrig halten kann. Die TU Berlin habe eine Studie veröffentlicht, wonach sich die gefährlichen Aerosole in voll besetzten Klassenzimmern innerhalb von zwei Minuten im gesamten Raum ausbreiten könnten, schrieb die Elternvertretung.

«Ob das von Minister Tonne vorgeschlagene Lüftungskonzept 20-5-20 das Infektionsrisiko im vertretbaren Rahmen senken kann, ist aus Sicht der Elternschaft fraglich.» Ein weiterer Aspekt sei auch, dass sich in vielen Klassenzimmern die Fenster nicht oder nicht vollständig öffnen ließen.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren