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Land will an Maskenpflicht und Abstandsregeln festhalten

25.05.2020 - Niedersachsen hält gar nichts von der Idee aus Thüringen, die landesweiten Corona-Beschränkungen abzuschaffen. Nur mit ihrer Hilfe sei die Epidemie unter Kontrolle und seien Lockerungen möglich, betonte Ministerpräsident Weil.

  • Desinfektionsmittel, Mundschutz und Einmalhandschuhe. Foto: Barbara Gindl/APA/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Desinfektionsmittel, Mundschutz und Einmalhandschuhe. Foto: Barbara Gindl/APA/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Nach dem Vorstoß aus Thüringen für ein Ende des landesweiten Corona-Lockdowns hat Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) vor vorschnellen Lockerungen gewarnt. «Ich denke, wir sind alle miteinander gut beraten, Schritt für Schritt in die Lockerungen zu gehen, denn das Coronavirus ist unbestritten weiter existent in Deutschland», sagte Weil am Montag in Wunstorf bei Hannover. Diverse Ereignisse hätten gezeigt, dass man das Virus nicht unterschätzen dürfe.

«Deswegen bleiben wir in Niedersachsen dabei, dass wir stufenweise vorgehen werden, dass wir den Bogen nicht überspannen werden», sagte er. Zwar wollten alle am liebsten so schnell wie möglich alle Freiheiten wieder zurückhaben. «Niemanden von uns ist gedient, wenn wir dann einen schlimmen Rückfall erleben sollten, deswegen ist mein Rat, gerne vorwärts gehen, aber Schritt für Schritt und vorsichtig.» Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) kündigte an, Niedersachsen werde bis zur Verfügbarkeit eines Impfstoffes an der Maskenpflicht und den Abstandsregeln festhalten.

Den von Thüringen angekündigten Verzicht auf landesweit gültige Corona-Schutzvorschriften vom 6. Juni an bezeichnete Reimann als «schwerwiegenden Fehler» und ein «vollkommen falsches Signal». Dass die Corona-Epidemie derzeit unter Kontrolle sei, sei den im März ergriffenen drastischen Beschränkungen zu verdanken. «Auch wenn eine kleine Minderheit die Maßnahmen ablehnt, ist die Wirksamkeit inzwischen wissenschaftlich belegt», sagte die Ministerin unter Verweis auf Untersuchungen der Universität Göttingen.

Weil sagte, der niedersächsische Stufenplan für die Lockerungen habe viel Zustimmung erhalten. Möglich sei aber nur, was die Zahl der Infektionen hergebe und zur Eindämmung der Epidemie leisteten der Mund-Nasen-Schutz und auch die Abstandsregeln einen großen Beitrag. Die Zahl der Neuinfektionen stieg in Niedersachsen am Montag nur noch um neun Fälle auf 11 572. Davon gelten 86,7 Prozent als genesen. 407 Infizierte werden im Krankenhaus behandelt, 73 davaon auf der Intensivstation. 33 Betroffene müssen künstlich beatmet werden.

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hatte ein Ende des landesweiten Corona-Lockdowns angekündigt und in Aussicht gestellt, dass ab dem 6. Juni auf allgemeine Schutzvorschriften verzichtet werden soll. Am Montag sagte er dann im Interview mit RTL/ntv, er werde dem Kabinett vorschlagen, «dass zum Beispiel in den öffentlichen Verkehrsmitteln weiterhin der Mund-Nasen-Schutz bleiben soll». Ähnlich äußerte er sich im MDR.

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