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Landtag gedenkt Opfer des Nationalsozialismus

27.01.2021 - Am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz hat der niedersächsische Landtag am Mittwoch der Opfer des Nationalsozialismus gedacht. Zu Beginn des Holocaust habe Antisemitismus gestanden, der bis heute nicht aus der deutschen Gesellschaft verschwunden sei, sagte Landtagspräsidentin Gabriele Andretta. Auch in der Corona-Krise machten sich unter den Gegnern der staatlichen Maßnahmen antisemitische Äußerungen breit, die den Holocaust auf unerträgliche Weise relativierten und die Opfer verhöhnten. Mehr denn je gehe es darum, jüdisches Leben im Land zu schützen und für eine freie, offene Gesellschaft einzutreten.

  • Gabriele Andretta, Landtagspräsidentin, spricht im Landtag von Niedersachsen bei einer Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Aktuell © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Gabriele Andretta, Landtagspräsidentin, spricht im Landtag von Niedersachsen bei einer Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus. Foto: Julian Stratenschulte/dpa/Aktuell © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Die neue Leiterin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten, Elke Gryglewski, betonte in einer Ansprache zu Beginn der zweitägigen Plenarsitzung, dass das Leid der Überlebenden des Holocaust nicht mit der Befreiung geendet, sondern jahrzehntelang angedauert habe. Lange Zeit gegen den Willen der Bevölkerung hätten sie Gedenkorte und Mahnmale eingefordert. Diese Gedenkstätten seien nun der Ort, um an Hand historischer Quellen über den Holocaust zu informieren und sich gegen Antisemitismus zu stellen. Die HerausforderUng sei dabei, das Gedenken - auch mit Blick auf die junge Generation - immer wieder neu zu gestalten.

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) hatte bereits am Vorabend in einer Erklärung dazu aufgefordert, «sich jeglicher Form von Antisemitismus entgegenzustellen». Im Alltag würden auch in Niedersachsen Menschen jüdischen Glaubens immer wieder beleidigt, bedroht und angegriffen. «Wir müssen wachsam sein.» Er freue sich über das vielfältige jüdische Leben in Niedersachsen und wolle, dass Jüdinnen und Juden sich sicher und willkommen fühlen, sagte Weil.

Eine ursprünglich in Hannover geplante separate Gedenkveranstaltung musste coronabedingt abgesagt werden. Das deutschen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz war am 27. Januar 1945 durch Soldaten der Roten Armee befreit worden.

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