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Lebenslange Freiheitsstrafe wegen Mordes an Ex-Freundin

17.07.2020 - Wegen Mordes an seiner früheren Freundin hat das Landgericht Osnabrück am Freitag einen 28 Jahre alten Mann zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt. Nach Angaben eines Gerichtssprechers waren beide seit dem Sommer 2019 für einige Monate liiert. Die junge Frau habe die Beziehung im Herbst aber schon wieder beendet, weil sie sich von dem Mann kontrolliert und bedrängt gefühlt habe. Dennoch habe der aus Syrien stammende Angeklagte mehrfach versucht, erneut mit seiner Ex-Partnerin in Kontakt zu treten. Er habe auch wiederholt gegenüber anderen Menschen gedroht, seine frühere Freundin zu töten, wenn sie nicht zu ihm zurückkehre. (Az.: 6 Ks 4/20)

  • Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand-. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Statue der Justitia steht mit einer Waage und einem Schwert in der Hand-. Foto: Arne Dedert/dpa/Symbolbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Am Nikolaustag des vergangenen Jahres habe sich der Angeklagte in der Wohnung der Frau versteckt, als sie nicht zu Hause war. Als sie in die Wohnung kam, habe er ein Telefongespräch mitgehört, in dem sie sagte, in ein Frauenhaus gehen zu wollen. Als sie das Schlafzimmer betrat, stach nach Überzeugung der Kammer der Mann aus Wut darüber, dass sie ihn verlassen wolle, mehr als 20 Mal auf die wehrlose Frau ein. Sie starb kurze Zeit später im Krankenhaus.

Der Angeklagte hatte in der Verhandlung gestanden, seine frühere Lebensgefährtin durch Messerstiche getötet zu haben, aber bestritten, ihr aufgelauert zu haben. Er behauptete, sich an die Tat selber nicht erinnern zu können. Die Strafkammer hingegen berief sich in ihrem Urteil auf Zeugen, die ein kontrolliertes Vorgehen des Mannes geschildert hatten. Auch ein psychiatrischer Gutachter habe festgestellt, dass er die Tat nicht im Affekt begangen habe, sagte der Sprecher. Die Verteidigung hatte die Tat als Totschlag bewertet und neun Jahre Haft gefordert. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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