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Lehrer und Schüler: Nachsicht bei vorgezogener Notenvergabe

31.03.2020 - Bisher ist geplant, dass die Schulen am 20. April wieder öffnen. Doch was, wenn das wegen der Corona-Krise nicht geht? Für den Fall der Fälle sollen die Lehrer schon jetzt Noten vergeben.

  • Die Lehrer sollen für den Fall noch längerer Schulschließungen schon bis Mitte April die Zeugnisnoten vorbereiten. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Die Lehrer sollen für den Fall noch längerer Schulschließungen schon bis Mitte April die Zeugnisnoten vorbereiten. Foto: Sebastian Gollnow/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Niedersachsens Lehrer sollen für den Fall noch längerer Schulschließungen schon bis Mitte April die Zeugnisnoten vorbereiten. Im Umgang mit Schülern, deren Versetzung gefährdet ist, plädierte der Lehrerverband dabei für Nachsicht. Auch der Schülerrat zeigte Verständnis für die Vorbereitungen vorgezogener Noten, betonte aber, dass keinem Schüler daraus ein Nachteil entstehen dürfe.

«Da sollte man schon mit Augenmaß agieren und den Schüler im Blick haben», sagte Torsten Neumann, Vorsitzender des Verbands Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL/VDR), am Dienstag. «Letztlich sollte man im Zweifel für den Schüler bewerten.» Es dürfe allerdings keinen Freifahrtschein für Schüler geben, bei denen praktisch schon feststeht, dass sie sitzenbleiben.

«Ein nach wenigen Wochen abgebrochenes Halbjahr darf nicht versetzungsgefährdend wirken, man sollte in dem Fall die «blauen Briefe» dieses Jahr überdenken», sagte auch Florian Reetz, Vorsitzender des Landesschülerrats.

Das Kultusministerium hatte angeordnet, dass die allgemeinbildenden Schulen vorläufige Zeugnisnoten festlegen sollen, um gewappnet zu sein, falls die Schulen noch länger als bisher geplant geschlossen bleiben müssen. Die Noten sollen den Leistungsstand bis zum 15. April auf Basis der bisherigen Leistungen wiedergeben. Stand jetzt ist jedoch geplant, dass der Unterricht am 20. April weitergeht.

Angesichts der unklaren Entwicklung der Corona-Krise seien die Vorbereitungen auf den Fall der Fälle dennoch sinnvoll, sagte Neumann vom Lehrerverband. «Das gehört einfach zum Job.»

Neumann betonte zudem, die Gesundheit der Schüler und Lehrer müsse bei der Entscheidung über die Dauer der Schulschließungen im Vordergrund stehen. Wenn nötig, müsse die Politik den Mut haben, den Unterricht noch länger abzusagen. Die Abschlussprüfungen waren zuletzt bereits in den Mai verschoben worden.

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