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Lehrermangel: Sonderzuschläge sollen Schulen helfen

15.01.2020 - Nicht nur Ärzte wollen nicht aufs Land, auch Lehrer meiden Regionen abseits der Metropolen. Das Land will nun in fünf besonders gebeutelten Regionen Anreize für die Pädagogen schaffen.

  • Ein leeres Klassenzimmer mit hochgestellten Stühlen auf den Tischen in einer Schule. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Ein leeres Klassenzimmer mit hochgestellten Stühlen auf den Tischen in einer Schule. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hannover (dpa/lni) - Das Kultusministerium will in fünf besonders vom Lehrermangel betroffenen Regionen stärkere Anreize schaffen, um Pädagogen anzuwerben. Dabei geht es zum Beispiel um Personalgewinnungszuschläge für die Besetzung von Stellen an den Haupt-, Real- und Oberschulen oder die Prüfung von Umzugskostenvergütungen für neu eingestellte Lehrer, wie das Kultusministerium am Mittwoch in Hannover mitteilte.

Lehrer, die sich verpflichten, für drei Jahre an einer Haupt-, Real- oder Oberschule zu unterrichten, sollen im Gegenzug eine Stelle an einem Gymnasium erhalten. Weitere neue Beförderungsstellen und Zulagen für Lehrer an den Schulen der Sekundarstufe I seien in diesen fünf Regionen ebenfalls geplant. Schulen sollen auch eigene Werbemaßnahmen planen können. Die Teilnahme ist freiwillig, Start ist am 1. Februar.

Das Sonderprogramm unter dem Titel «Starke Sek I-Schulen» soll in den Regionen Salzgitter, Heidekreis, Holzminden, Nienburg und Wilhelmshaven laufen. Dort lag die Unterrichtsversorgung in den vergangenen Jahren unter dem Landesdurchschnitt.

«Helfen würde das A 13 für alle, nicht aber eine Zulage für wenige. Die Schulen brauchen Schulsozialarbeiter und pädagogische Mitarbeiter, statt Projektmoderatoren», kritisierte der FDP-Bildungsexperte im Landtag, Björn Försterling, das Sonderprogramm. Auch aus Sicht der Grünen löst Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) nicht das strukturelle Problem. Es sei fraglich, ob das Programm überhaupt einen Effekt erzielen werde, sagte Grünen-Abgeordnete Julia Willie Hamburg.

Auch nach Ansicht des Verbandes Niedersächsischer Lehrkräfte (VNL) dürfte das Sonderprogramm kaum dazu beitragen, die «desolate Unterrichtsversorgung» zu beheben. Der Lehrerberuf sei im nicht-gymnasialen Bereich zu unattraktiv. Notwendig sei eine Bezahlung mindestens nach A 13.

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