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Mario Adorf als Zugpferd für das Filmfest in Braunschweig

17.11.2019 - Die Filmkultur in Europa lebt. Anders lassen sich mehr als 200 Veranstaltungen bei sechs Tagen Filmfest nur schwer beschreiben. Das Braunschweiger Festival setzt dabei auf einen großen Namen und will die Frauen der Branche in den Fokus rücken.

  • Der Schauspieler Mario Adorf lächelt in die Kamera. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Der Schauspieler Mario Adorf lächelt in die Kamera. Foto: Henning Kaiser/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Braunschweig (dpa/lni) - Sechs Tage, 290 Filme, viele Premieren und ein Stargast von internationalem Schauspiel-Kaliber - das Braunschweiger Filmfest wartet in diesem Jahr mit einigen Hinguckern auf. Das Gesicht der 33. Auflage ab Dienstag (19.) ist Mario Adorf, der mit dem Filmpreis «Europa» ausgezeichnet wird. Die Verleihung an den 89-Jährigen am Samstag (23. November) im Großen Haus des Staatstheaters dürfte ein Highlight des Festivals werden.

Nach der französischen Schauspielerin und Regisseurin Sandrine Bonnaire 2018 soll Adorf in diesem Jahr internationales Flair nach Braunschweig bringen. Die Festivalmacher ehren ihn für seine herausragenden darstellerischen Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur. Die Auszeichnung ist mit 20 000 Euro dotiert.

«Der Mann ist eine lebende Legende», sagt Filmfest-Sprecher Frank Terhorst voller Vorfreude auf den Stargast. Das starke Interesse im Vorfeld schreibt er eindeutig diesem großen Namen zu. «Wir merken das an den Ticketverkäufen», berichtet er. Nach ein paar Jahren der Stagnation verbuchten die Festivalmacher im vergangenen Jahr mit 27 500 Besuchern einen Rekord. Es könnte aber schwierig werden, die Zahl zu wiederholen - auch weil ein Kino nach einem Umbau weniger Plätze bietet.

Ein weiterer bekannter Name bei dem Filmfest ist Helmut Zerlett, den viele als Musiker aus der Late-Night-Show von Harald Schmidt kennen. In Braunschweig wird der Kölner Komponist, Bandleader und Keyboarder mit dem «Weißen Löwen» für das Lebenswerk eines zeitgenössischen Filmkomponisten geehrt. Zerlett hat nach Angaben der Festival-Macher die Musik zu bislang 22 Spielfilmen, 28 TV-Filmen und mehr als 90 TV-Serienerfolgen komponiert.

Ein neuer Preis soll in diesem Jahr die in der Branche unterrepräsentierten Frauen in den Blick nehmen. Acht Filme stehen im Wettbewerb um die «Tilda», einen mit 5000 Euro dotierten Preis für die beste Regisseurin. Die Idee dazu kam gar nicht von den Festival- Machern selbst, wie Sprecher Frank Terhorst berichtet. Etwa 70 Braunschweigerinnen hätten ihn ausgelobt. Ihr Anliegen sei es, Frauen in der Filmbranche sichtbarer zu machen. Insgesamt vergibt das Filmfest damit Preisgelder im Gesamtwert von 58 500 Euro. Die sechs Tage sind vollgepackt mit mehr als 200 Veranstaltungen.

Trotz seines Images als Schurke und Ganove soll Mario Adorf dabei im Jahr seiner Abschiedstournee «Zugabe» auch in Braunschweig gebührend gefeiert werden. Vor wenigen Tagen startete der Dokumentarfilm «Es hätte schlimmer kommen können» im Kino, der auf Adorfs Leben und Karriere zurückschaut. Der Film, in dem Wegbegleiterinnen wie Senta Berger und Margarethe von Trotta zu Wort kommen, ist auch Teil der Braunschweiger Retrospektive auf den Ehrengast.

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