Diese Seite benötigt Javascript! Bitte aktivieren Sie Javascript für eine korrekte Darstellung.

Transplantationsmediziner für Widerspruchslösung

17.10.2019 - Hannover (dpa) - Weil die Zahl der gespendeten Organe den Bedarf in Deutschland bei weitem nicht deckt, fordert die Deutsche Transplantationsgesellschaft eine Änderung der Einwilligung beim Spenden. «Wir müssen sagen, Organspende und Transplantation in Deutschland: eine humanitäre Krise», sagte DTG-Präsident Bernhard Banas bei der Jahrestagung der Gesellschaft am Donnerstag in Hannover. International hinke Deutschland dramatisch hinterher: «Bei uns wird ungefähr jeder tausendste Verstorbene zum Organspender, in anderen Ländern sind es drei- bis viermal so viele.»

  • Eine Frau hält einen Organspendeausweis in der Hand. Foto: Caroline Seidel/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Eine Frau hält einen Organspendeausweis in der Hand. Foto: Caroline Seidel/dpa/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Banas berief sich auf vom Europarat veröffentlichte Zahlen, wonach die europäischen Länder mit einer Widerspruchsregelung wesentlich mehr Organspenden hätten als Länder mit einer Zustimmungsregelung. Die DTG spricht sich seit Jahren für die sogenannte Widerspruchslösung aus.

Im Bundestag soll voraussichtlich noch in diesem Jahr über eine Neuregelung der Organspende abgestimmt werden. Eine Abgeordnetengruppe um Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) strebt eine «doppelte Widerspruchslösung» an. Demnach sollen alle Volljährigen als Organspender gelten. Man soll dazu aber später Nein sagen können. Dagegen wenden sich unter anderem die beiden Kirchen. Bisher sind Organentnahmen nur bei ausdrücklich erklärter Zustimmung erlaubt.

Schließen

Aus Sicherheitsgründen werden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet.

Um das zu verhindern, werden Sie bitte vor Ende dieses Zeitraums wieder aktiv.

Nach erfolgtem Logout können Sie sich erneut anmelden.
Aus Sicherheitsgründen wurden Sie nach 30 Minuten Inaktivität vom System abgemeldet. Bitte loggen Sie sich erneut ein.

Homepage aktualisieren