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Mehr unter Dreijährige in Kitas: Doch Erzieher fehlen

26.09.2019 - Seit Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Krippenplatz steigt die Zahl der betreuten Kleinkinder bundesweit. In Niedersachsen geht der Ausbau gut voran. Allerdings wird der Personalmangel zunehmend zum Problem.

  • Kinder spielen in einer Kinderkrippe. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Kinder spielen in einer Kinderkrippe. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Hannover (dpa/lni) - In Niedersachsen geht fast jedes dritte Kind im Alter unter drei Jahren zur Kita oder ist bei einer Tagesmutter untergebracht. Zum Stichtag 1. März dieses Jahres waren es landesweit 72 000 Jungen und Mädchen. Dies entspricht einem Anteil von 32,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag berichtete. Ein Jahr zuvor waren es 30,9 Prozent. Damit liegt Niedersachsen zwar etwas unter dem Bundesdurchschnitt von 34,3 Prozent, aber über dem Schnitt der westdeutschen Bundesländer (29,4 Prozent). Die höchste Betreuungsquote hat Sachsen-Anhalt (58,2 Prozent), die niedrigsten Quoten weisen Bremen (28,4) und Nordrhein-Westfalen (28,2) auf.

Vor dem ersten Geburtstag werden zwischen Harz und Nordsee nur 1,5 Prozent der Kinder betreut. 34,7 Prozent sind es bei den Ein- bis Zweijährigen, 59,3 Prozent bei den Zwei- bis Dreijährigen. In der Statistik berücksichtigt sind Krippen, Kitas sowie öffentlich geförderte Betreuungsplätze bei Tagesmüttern oder -vätern.

Seit Einführung des Rechtsanspruchs auf einen Kita-Platz ab dem Alter von einem Jahr ist die Betreuung bundesweit enorm ausgebaut worden. Allerdings werde der Personalmangel in den Kitas zunehmend zum Problem, heißt es im «Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme» der Bertelsmann Stiftung. Bundesweit fehlten 106 500 zusätzliche Vollzeitstellen. Niedersachsen benötige rund 3300 zusätzliche Fachkräfte, erklärte die Stiftung.

Die Personalsituation zwischen Harz und Nordsee habe sich seit 2014 bei den unter Dreijährigen leicht und bei den Drei- bis Sechsjährigen deutlich verbessert, berichtete die Stiftung. Allerdings gebe es ein großes Qualitätsgefälle zwischen den einzelnen Kommunen. So musste beispielsweise am Stichtag 1. März 2018 eine Fachkraft im Landkreis Wittmund rein rechnerisch 5,8 Krippenkinder betreuen, im Landkreis Oldenburg nur 3,1 Kinder. Bei den Drei- bis Sechsjährigen ist im Landkreis Wittmund eine Fachkraft für 8,7 Mädchen und Jungen verantwortlich, im Landkreis Holzminden nur für 6,6 Kinder.

In Nachbarland Bremen hat sich dem Ländermonitor zufolge die Kita-Qualität im Gegensatz zum bundesweiten Trend verschlechtert. Hier ist eine pädagogische Fachkraft im Schnitt für 8,3 Drei- bis Sechsjährige verantwortlich, fünf Jahre zuvor waren es durchschnittlich nur 7,5 Kinder.

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