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98 Prozent: Carsten Meyer-Heder führt die CDU in Bremen

27.06.2019 - Die CDU in Bremen hat die Wahl gewonnen, aber beim Griff nach der Regierung verloren. Als Trostpreis wird Kandidat Meyer-Heder Landeschef. Die Partei dankt ihm mit einem starken Ergebnis.

  • Carsten Meyer-Heder, Vorsitzender der Bremer CDU, lächelt. Foto: Carmen Jaspersen/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur

    Carsten Meyer-Heder, Vorsitzender der Bremer CDU, lächelt. Foto: Carmen Jaspersen/Archivbild © dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bremen (dpa) - Mit überwältigender Mehrheit hat die Bremer CDU Carsten Meyer-Heder (58) zum neuen Vorsitzenden gewählt. Auf einem Parteitag am Donnerstag stimmten 149 von 153 Delegierten für den IT-Unternehmer und Spitzenkandidaten bei der Landtagswahl im Mai. Drei Delegierte votierten gegen ihn bei einer Enthaltung. Die Partei nannte einen Stimmenanteil von 98 Prozent für Meyer-Heder.

Mit dem Quereinsteiger war die CDU bei der Bürgerschaftswahl am 26. Mai erstmals in mehr als 70 Jahren stärkste Kraft im kleinsten Bundesland geworden. Die SPD mit Bürgermeister Carsten Sieling stürzte auf ihr schlechtestes Ergebnis in Bremen ab. Meyer-Heders erhoffte Regierungsübernahme mit Grünen und FDP klappte aber nicht; stattdessen verhandeln SPD, Grüne und Linkspartei über ein Bündnis.

«Das Glas ist halb voll. Wir machen weiter, wir kämpfen weiter», sagte Meyer-Heder vor den Delegierten. Er habe die Enttäuschung heruntergeschluckt. Die Partei solle sich nicht entmutigen lassen. Der erfolgreiche Wahlkampf habe gezeigt, dass die CDU in Großstädten zulegen könne. Das wecke das Interesse anderer Landesverbände. Er wolle «die Bremer CDU als moderne, liberale, innovative Großstadtpartei aufstellen».

Meyer-Heder kritisierte die Grünen, die sich als Zünglein an der Waage für ein Linksbündnis entschieden hatten. Der Grünen-Führung habe der Mut gefehlt, sich gegen ihre linke Basis durchzusetzen, sagte er. «Bremen hat da mehr verdient als diese grüne Mutlosigkeit.» Er rechnete nicht unbedingt damit, das die neue Regierung die volle Wahlperiode durchhält. «In vier Jahren nehmen wir einen neuen Anlauf», sagte er. «Wie gesagt: In spätestens vier Jahren.»

Der Vorsitz der Bremer CDU war frei, weil der bisherige Landeschef Jörg Kastendiek kurz vor der Bürgerschaftswahl gestorben ist. «Jörg hat sich getraut, mich als Kandidaten aufzustellen», sagte Meyer-Heder, der erst gut ein Jahr CDU-Mitglied ist. Er war einziger Bewerber für den Vorsitz. Die Stellvertreter Yvonne Averwerser, Jens Eckhoff und Peter Skusa sind noch bis nächstes Jahr gewählt.

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